Angesichts der zunehmend deutlicher werdenden Kriegspläne der USA gegen den Iran erstaunt folgende Nachricht: James Risen, Reporter der New York Times, berichtet in seinem Buch „State of War: The Secret History of the CIA and the Bush Administration“ über eine geheime „Operation Merlin“. Im Zuge dieser Operation soll die CIA Baupläne für Atomwaffen an den Iran geliefert haben. Hierzu bediente man sich als Mittelsmann eines ehemaligen Ingenieurs, der am russischen Nuklearwaffenprogramm mitgearbeitet hatte und inzwischen von der CIA angeworben worden war. Er sollte die Unterlagen bei der IAEA in Wien an die iranischen Repräsentanten übergeben. Die Baupläne für einen Zündmechanismus enthielten allerdings einen Fehler, den die CIA eingebaut hatte, so daß der Zünder nicht funktionieren würde. Man erhoffte sich dadurch, daß das iranische Atomprogramm um Jahre zurückgeworfen würde.
Der Schuß ging allerdings nach hinten los. Der Russe befürchtete, bei diesem Deal selbst unter die Räder zu kommen, und wies die Iraner darauf hin, daß die Unterlagen möglicherweise fehlerhaft seien. Die iranischen Wissenschaft-ler wiederum verfügten über genug Wissen, um den Fehler zu korrigieren.
James Risen bezeichnet „Operation Merlin“ als eine der geheimsten und auch gewagtesten Operationen in der Geschichte der CIA, da sie auf diese Weise den Iranern die Entwicklung von Atomwaffen sogar erleichterten.
Quelle: Telepolis