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25.03.2019 12:01 Alter: 150 days
Kategorie: Gesundheit

Diabeteskontrolle durch „Dr. App“


Durch die fortschreitende Digitalisierung des gesamten alltäglichen Lebens spielen intelligente Technologien auch in der Medizin eine immer größere Rolle. Die medizinischen Fakultäten der Universitäten tragen dem bereits durch Einrichtung von Lehrstühlen für Telemedizin Rechnung.

Smartwatches, die Fitnessdaten wie Pulsschlag und Atemfrequenz und zurückgelegte Wegstrecken an das Handy übertragen, sind bereits alltäglich. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft hat in ihrem Gesundheitsbericht 2019 dargelegt, wie digitale Technologien in zunehmendem Maße auch zur Früherkennung und Behandlung von Diabetes Typ 2 eingesetzt werden können. Anstatt dass ein Patient ein Tagebuch mit Angaben zu Blutzuckerwerten und Essgewohnheiten führt, das er dann womöglich vergisst, beim Arztbesuch mitzubringen (oder nicht genau genug führt), geht es darum, z. B. mit Hilfe von Handy- Fotos eingenommener Mahlzeiten per Software die Anzahl aufgenommener Kohlehydrate abzuschätzen. Das Ganze wird dann in eine Cloud hochgeladen, von wo der Arzt dann direkt darauf zugreifen kann. Mit Hilfe subkutan implantierter Sensoren können Glukosewerte laufend gemessen und ebenfalls an das Smartphone übertragen werden.

Während Ärzte von präziseren und umfassenderen Therapiedaten schwärmen, dürfte diese Tendenz bei vielen Menschen angesichts der Datenflut in unkontrollierbaren Cloud-Speichern Unbehagen auslösen. Der Trend zur digitalen Medizin dürfte jedoch nicht mehr aufzuhalten sein.

Quelle: Matrix3000 Band 110

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