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26.06.2019 10:39 Alter: 57 days
Kategorie: Politik
Von: Seymour M. Hersh

Die Jungs des Vizepräsidenten


Ein JSOC-Kämpfer bei einem verdeckten Einsatz.

Verdeckte Operationen

Die Präsidentschaft von George H. W. Bush gilt als farblos. Doch diese Einschätzung ist nicht nur falsch, sie verkennt auch, wie sehr Bush unsere Welt bis heute irreversibel verändert hat. Und das geschah in der Zeit, als er nur Vizepräsident war. Er erfand eine Art persönlichen Schatten-Geheimdienst, unter Umgehung des Kongresses, der amerikanischen Öffentlichkeit und – des Präsidenten.

Dies erlaubte ihm, außerhalb jeder Legalität in aller Welt verdeckte Operationen durchzuführen. Danach war nichts mehr wie zuvor. Dass selbst der Präsident nicht mehr die volle Sicherheitsfreigabe erhält über das, was die „Schattenwelt“ tut und plant, galt für Bill Clinton, vermutlich auch für Barack Obama, auf jeden Fall aber für den kaum berechenbaren Donald Trump. Unter Bushs Sohn George W. wurde das System nach dem 11. September neu belebt und verfeinert.

Unter dem Dach der Homeland Security und des Patriot Act betreibt die Katastrophenschutzbehörde FEMA inzwischen sogar eine komplette Schattenregierung, die bei Bedarf die Verfassung außer Kraft setzen und die Regierung übernehmen kann (Project COG – Continuity of Government). Das Thema ist daher topaktuell, da ja Donald Trump ganz unverhohlen immer wieder mit dem „Nationalen Notstand“ herumspielt.

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