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21.12.2017 15:49 Alter: 2 yrs
Kategorie: Politik, Kennedy

Kennedy-Akten


Eine erste Wertung

 

Es gibt nur wenige Tage, die sich so schleppend hinziehen wie der 26. Oktober 2017. Der Tag, an dem laut Gesetz die Freigabe der Kennedy-Akten bevorstand.

 

Insidermeldungen zufolge soll es im Weißen Haus zu heftigen Szenen zwischen Donald Trump und Vertretern von FBI und CIA gekommen sein. Der Präsident sollte veranlasst werden, die Akten um jeden Preis zurückzuhalten.

 

Erst kurz vor Mitternacht MEZ veröffentlichte das Nationalarchiv die Akten tatsächlich - aber nicht alle. Es musste also in den Dokumenten doch brisantes Material geben - im Widerspruch zur Aussage von Martha Murphy vom Nationalarchiv, wonach von den Akten nichts Sensationelles zu erwarten sei.

 

Nur allzu gern hätte Donald Trump die Gelegenheit genutzt, die schmutzigen Machenschaften der Geheimdienste bloßzustellen und den verhassten „Schlapphüten“ eins auszuwischen. Aber er war für CIA und FBI natürlich auch erpressbar. Vielleicht kam es am Ende zu einem Deal: Du hältst die brisantesten Kennedy-Akten zurück, und wir geben nicht alles preis, was wir über Dich und Deine Familie zusammengetragen haben.

 

Auf jeden Fall war in der deutschsprachigen Presse am nächsten Tag die Enttäuschung groß. Man finde in dem freigegebenen Material eigentlich fast nur Buchhaltungsunterlagen, so hieß es. Für viele war der Fall damit erledigt.

 

Tatsächlich enthält das gesamte Dokumentenarchiv eine Unmenge Schrott. Aber wer aufmerksam liest, kann fündig werden.

 

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