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26.09.2019 14:04 Alter: 51 days
Kategorie: Politik

„Michael“ statt „Mohammed“


Mit einer Anfrage an die Landesregierung versuchte die AfD-Fraktion im saarländischen Landtag, das Parlament zum Forum ihrer ausländerfeindlichen Hetze umzufunktionieren. Man wollte wissen, welche Vornamen Messerattentäter mehrheitlich haben. Man hoffte natürlich, sie würden „Mohammed“ oder „Hassan“ heißen.

 

Es blieb beim Versuch. Die meisten Messerangreifer heißen nämlich Michael, Daniel oder Andreas. Unter den Top Ten findet sich kein einziger ausländischer Vorname. Derartige Verbrechen werden zu fast 60 Prozent von Deutschen begangen. Warum aber erweckt auch die nicht rechtsgerichtete Presse in uns immer den Eindruck, dass es anders sei, dass das „immer diese muslimischen Flüchtlinge“ seien?

 

Weil nur bei ausländischen Tatverdächtigen die Herkunft überhaupt genannt wird. Man wird niemals lesen, ein „christlicher deutscher Familienvater“ habe eine Straftat begangen. Außerdem sind wir nur zu schnell bereit, die Nationalität eines Verbrechers zur Ursache der Tat hochzustilisieren. Der Eritreer, der das schreckliche Attentat auf dem Frankfurter Hauptbahnhof verübte, war geistesgestört (oder manipuliert?) - und kein Flüchtling. Auch in Eritrea ist es keineswegs üblich, Menschen auf Bahngleise zu stoßen. Übrigens leben dort - wie auch im Nachbarland Äthiopien - mehrheitlich Christen...

 

Quelle: Matrix3000 Band 112

 

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