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26.09.2019 14:29 Alter: 52 days
Kategorie: Wissen

Greta - Alle mal die Luft anhalten!


Greta Thunberg auf dem Weg nach Amerika zum Jugend- Klimagipfel der UN und später zur Klimakonferenz in Santiago de Chile. Seit die 16jährige Schülerin beim letzten Klimagipfel in Kattowitz kometenhaft zum Medienstar aufstieg, ist das eigentlich kaum noch eine Schlagzeile wert.

 

Wäre da nicht „flygskam“. Das schwedische Trendwort drückt aus: Greta hätte sich geschämt, nach New York zu fliegen. Weil ein Flugzeug so viele klimaschädliche Gase ausstößt. Nur - wie kommt man ohne Flugzeug von Europa nach Amerika? Per Schiff natürlich.

 

Leider pusten moderne Ozeanriesen auch jede Menge Abgase in die Atmosphäre. Also musste ein Segelschiff her.

 

Erster Akt der Groteske. Es durfte natürlich nicht irgendeine x-beliebige Schaluppe sein. Sondern die „Malizia“. Eine Rennyacht, die Pierre Casiraghi gehört, dem Sohn von Prinzessin Caroline von Monaco. Der Deal kam schnell zustande. Auch Prinzen brauchen Publicity, und je mehr man an der Oberfläche kratzt, desto bizarrer wird die ganze Aktion.

 

Der monegassische Name „Malizia“ bedeutet so viel wie „Spitzbube“, „Gauner“. Hört, hört! Es war der Beiname von Francesco Grimaldi, der im 13. Jh. den Felsen von Monte Carlo kaperte und damit die Fürstendynastie begründete. Ein Fürstenhaus, über das die meisten europäischen Königshäuser abfällig als „Piraten-Adel“ lästern. Früher war die Regenbogenpresse das wesentliche Forum der Grimaldis. Doch inzwischen haben längst Instagram, Twitter und YouTube das Ruder übernommen. Und dafür brauchen sie neue Gallionsfiguren.

 

Dass es sich bei dem Segeltörn nur um ein Medienereignis handelte, zeigt schon, dass die Malizia nicht gerade ein komfortables Reisefahrzeug ist. Sie wurde für Regatten gebaut, nicht für Kreuzfahrten. Es gibt keine Kabinen, nur eine Art Schlafröhren, als Toilette einen Eimer und keine Küche. Als die Frischvorräte verbraucht waren, mussten sich die Menschen an Bord von Astronautennahrung ernähren. Und das waren ziemlich viele. Neben den beiden Skippern - Casiraghi und Boris Herrmann - natürlich Greta, dann noch ihr Vater und ein Kameramann.

 

Die vierzehntägige Überfahrt war in der Tat eine Medienaktion mit minutiöser Berichterstattung über jede zurückgelegte Seemeile - Hashtag Malizia. Nun gut, was tut man nicht alles für den Klimaschutz.

 

Nur welches Klima wurde hier eigentlich geschützt? Unseres sicher nicht. Nicht nur, dass die Yacht heimlich einen fetten Dieselmotor an Bord hatte. Das ist bei Hochseeyachten Vorschrift. Aber es kommt noch viel schlimmer. Schließlich mussten Boris Herrmann und Pierre Casiraghi wieder nach Hause kommen. Und sie dachten nicht daran, das Boot selbst zurückzusegeln. Wenn Greta nicht mehr an Bord ist, interessiert sich ja kein Schwein mehr dafür. Also flogen sie nach Hause, jeder in einem anderen Flieger, da sie schließlich nicht zusammen wohnen. Die Crew, die die Malizia zurücksegeln sollte, wurde mit fünf getrennten Fliegern nach New York gebracht. Insgesamt sieben Transatlantikflüge, nur damit Greta ihren einen nicht zu absolvieren brauchte. Eine Lachnummer.

 

Boris Herrmanns Pressesprecher versuchte den Imageschaden zu begrenzen. Es sei ja gar nicht um Klimaschutz gegangen, sondern um mediale Aufmerksamkeit. Ein wahres Wort. Wer immer Greta zum medienwirksamen Klima- Püppchen aufgebaut hat, um damit fette Geschäfte zu machen – und diese Leute sind längst bekannt –, versteht sein Handwerk.

 

Zum Klimaschutz selbst hat Greta ja nicht viel Neues zu sagen. Und ihre Forderungen sind unrealistisch. Sofortige Reduktion des CO2 auf Null. Alle mal die Luft anhalten!

 

Greta ist keine Klimaexpertin, sie fungiert nur als Influencerin für die Interessen von anderen im Hintergrund. Im August 2019 mutierte sie endgültig von der mutigen und anfangs auch sympathischen Klimakämpferin zum Reality-Star. Wer weiß - vielleicht startet ja im TV irgendwann im Herbst die erste Staffel „Greta - eine schrecklich mediengeile Aktivistin.“

 

Quelle: Matrix3000 Band 112

 

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