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19.12.2019 17:39 Alter: 309 days
Kategorie: Politik

Facebook oder Fakebook?


Zuckerberg knickt ein: Desinformation zulässig

 

Es sollte inzwischen allen klar sein, dass ohne Social Media in der heutigen Gesellschaft keine Wahl mehr gewonnen werden kann. Insbesondere der US-Präsident hat es zur Meisterschaft gebracht, seine Anhängerschar durch eine Flut von Twitter-Meldungen in seinem Sinne zu indoktrinieren, unter Ausschaltung der „vierten Gewalt“ einer womöglich kritischen Presse.

 

Während Washington und der Rest der Welt angesichts immer neuer Enthüllungen der Ukraine-Affäre erstarrten, liefen im Hintergrund Vorgänge ab, die mindestens ebenso bedenklich sind und die kaum jemand zur Kenntnis nahm. So hatte Generalstaatsanwalt William Barr im Sommer Facebook-Chef Mark Zuckerberg mit der Zerschlagung seines Firmenimperiums gedroht – auf Anweisung des Präsidenten. Begründung: Trump ist ja immer sehr kreativ im Erfinden neuer „Straftatbestände“, und so ging es diesmal nicht um den Vorwurf der „Präsidentenbelästigung“, sondern um „liberale Voreingenommenheit“.

 

Sicher ist Zuckerberg, wie die meisten Leute aus Silicon Valley, in der Tat kein Trump-Fan. Doch wenn es ums Geld geht, kann man ihn in die Knie zwingen. Meinte der Präsident. Und er scheint recht behalten zu haben. Zuckerberg machte der amerikanischen Rechten weitgehende Zugeständnisse und lässt jetzt auch Desinformation explizit wieder zu. Doch in ruhiges Fahrwasser kam er dadurch nicht, denn jetzt hat er sich die offene Feindschaft der Linken in der Demokratischen Partei zugezogen, die ihrerseits fordern, sein Unternehmen zu schleifen. Der Präsidentschaftswahlkampf hat begonnen, und der Kampf um die Stimmen setzt an der richtigen Stelle an – bei den sozialen Medien.

 

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