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19.12.2019 21:04 Alter: 167 days
Kategorie: Politik

Illegaler Insiderhandel im Umfeld des Weißen Hauses


Bild: Adobe Stock Media

Nur wenige Stunden vor dem Drohnenangriff auf saudi-arabische Ölfelder stieß ein Insider an der Börse ein Aktienpaket von 180 Millionen Dollar ab.

 

Dass Donald Trump seine Tausende von Twitter-Botschaften zu dem Zweck absetzt, die öffentliche Meinung im Sinne seiner Politik zu beeinflussen, ist klar. Doch wie eine Untersuchung des US-Magazins Vanity Fair ergab, steckt sogar noch mehr dahinter.

 

Im Vorfeld verbaler Äußerungen des Präsidenten traten in etlichen Fällen verdächtige Kursschwankungen an der Börse auf. Sie deuten darauf hin, dass Personen aus dem unmittelbaren Umfeld Donald Trumps Insiderinformationen nutzen, um sich persönlich zu bereichern. Dabei soll es um Milliardengewinne gegangen sein. So kaufte ein Händler am 28. Juni 2019 kurz vor Börsenschluss insgesamt 420.000 sogenannte E-Minis (elektronisch gehandelte Futures) im Aktienindex S&P 500. Einen Tag darauf verkündete Donald Trump über seine üblichen Twitter-Kanäle, die Handelsgespräche der USA mit China würden jetzt wieder gut vorankommen. Der S&P 500 stieg daraufhin um 84 Punkte. Wer immer die Papiere gekauft hatte, konnte 1,8 Milliarden Dollar Gewinn einstreichen.

 

Geschäfte ähnlichen Umfanges liefen am 23. August 2019 ab, kurz bevor Trump auf dem G7-Gipfel über ein „sehr, sehr gutes Telefongespräch“ mit chinesischen Regierungsvertretern berichtete.

 

Sind schon solche Insidergeschäfte illegal, so wurde es am 13. September 2019 richtig makaber: Nur wenige Stunden, bevor der Drohnenangriff auf Ölfelder in Saudi-Arabien erfolgte, den die USA so gern dem Iran in die Schuhe schieben wollen, machte schon wieder jemand an der Wall Street dicke Geschäfte. Er hatte noch schnell 120.000 E-Minis für insgesamt 180 Millionen Dollar abgestoßen. Unmittelbar nach dem Drohnenangriff war der S&P-Index um 30 Punkte gefallen.

 

Frage: Wie konnte ein amerikanischer Börsenspekulant vorab von dem Drohnenangriff wissen, wenn es doch angeblich die bösen Iraner waren?

 

Wenn man das ganze Ausmaß dessen verstehen will, was mit der US-Politik in den letzten drei Jahren geschehen ist, darf man sich nicht nur auf die medienwirksame Ukraine-Affäre konzentrieren...

 

Vanity Fair informierte über seine Erkenntnisse den Justizminister William Barr, das FBI und die Börsenaufsicht. Ob daraufhin allerdings tatsächlich Ermittlungen eingeleitet wurden, ist nicht bekannt.

 

Quelle: Matrix3000 Band 113

 

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