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24.03.2020 09:09 Alter: 144 days
Kategorie: Wissen
Von: Peter Ripota

Nobelpreis für Fake-News


Bild: Nature

Wie man Gravitationswellen erfindet

 

Heutzutage werden Nobelpreise für ‚Fake-News‘ vergeben. Zum Beispiel Gravitationswellen - etwas, das es, laut Einstein, gar nicht geben kann. Dennoch hat man sie entdeckt. Oder doch nicht?

Beschäftigen wir uns erst mal mit den theoretischen Voraussetzungen. Albert Einstein und Nathan Rosen schrieben darüber 1937 („On gravitational waves“, Journal   of the Franklin Institute 223, 43-54, 1937): Erst wird eine flache Welt vorausgesetzt. Abweichungen davon sollten nur geringfügig sein (später sogar „infinitesimal“), d.h., das Gravitationsfeld ist schwach, also brauchen wir überhaupt keine “allgemeine Relativitätstheorie”, die ja bekanntlich einen durch starke Schwerkraftfelder gekrümmten Raum voraussetzt. Später werden Gravitationswellen durch die stärksten überhaupt denkbaren Schwerkraftfelder erzeugt, durch den Zusammenstoß zweier schwarzer Löcher. Also erst unendlich schwach, dann unendlich stark. Wie das logisch zusammenpasst?

Das juckt die Autoren nicht. Als nächstes behaupten sie, das Gravitationsfeld wäre nur „scheinbar“, sozusagen ein fiktives Geisterfeld, aber mit realen Auswirkungen. Am erstaunlichsten ihre Behauptung: Die Quelle der Wellen (sie wird nicht näher charakterisiert) muss sich langsam bewegen. Nicht, weil dadurch Wellen entstehen - die brauchen meist was Schnelles - sondern weil sonst nicht gerechnet werden kann. Irgendwann bekommen die Autoren selbst Zweifel, als sie feststellen: „... vorausgesetzt, die Näherungsmethode ist wirklich gerechtfertigt. Strenge Lösungen ergeben sich nur für Zylinderkoordinaten, und diese Lösungen sind dann singularitätsfrei.“

Also nix Schwarze Löcher, denn die sind per definitionem Singularitäten. Aber woher kommen dann die Wellen?

 

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