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24.09.2020 12:53 Alter: 32 days
Kategorie: History

Verborgenes Machtzentrum?


Benedikts Refugium in den Vatikanischen Gärten

 

Sind die Vatikanischen Gärten seit Jahren Ohrenzeugen geheimer Aktivitäten abseits der offiziellen Kirchenpolitik? Spätestens seit dem Start des Spielfilms „Die zwei Päpste“ ist „Skuttlebutt“ – die Gerüchteküche – in hellem Aufruhr. Der Film suggeriert ein heimliches Einvernehmen zwischen Papst Franziskus und seinem Vorgänger Benedikt XVI., das bereits in die Zeit vor der Wahl Franziskus‘ zurück reicht. Zwei Charaktere, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite der joviale und volksnahe Argentinier, der Tango und Fußball liebt und sich bei seinen öffentlichen Auftritten gern bescheiden und reformfreudig gibt. Auf der anderen Seite der schüchtern wirkende, belesene, erzkonservative Gelehrte aus Bayern, der sich einsam in seinen vier Wänden mit Klavierspiel und „Kommissar Rex“ die Zeit vertreibt.

Der Film mag großes Starkino sein. Authentisch ist die Geschichte nicht. Ein heimliches Konklave zweier Männer, die sich als zwei  gegensätzliche Stützpfeiler einer Kathedrale sehen, hat es nie gegeben.

Wie groß ist der Einfluss des emeritierten Papstes noch? Obwohl der Vatikan nicht müde wird, das weiterhin freundschaftliche

Verhältnis der beiden Päpste zu betonen, schießt Benedikt aus seinem Refugium in den Vatikanischen Gärten immer wieder einmal

quer, wenn Franziskus sich mit Reformvorschlägen aus dem Fenster lehnt. Zuletzt ging es um eine mögliche Abschaffung des Zölibats. Aus

Kirchenkreisen verlautbarte Kritik.

„Zwei Päpste sind einer zu viel“, schrieb der Priester-Journalist Thomas Reese, und die Reformbewegung „Wir sind Kirche“ spricht von einem „Intrigenspiel übelster Art“.

In diesem Artikel sollen die Kulissen des angeblichen Intrigenspiels im Vordergrund stehen – die Vatikanischen Gärten und ihre wechselvolle Geschichte.

 

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