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10.12.2020 13:07 Alter: 123 days
Kategorie: Politik

Wie Recycling unseren Planeten zerstört


Recycling gehört heute zu den wichtigsten Stützen einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Kreislaufwirtschaft. Und doch warnen viele Umweltschützer, dass auch Recycling letztendlich zur Zerstörung des Planeten beiträgt. Der Grund ist - weil die Kampagne zur Förderung des Recyclinggedankens zu erfolgreich war. Der Staat könne zwar Unternehmen zwingen, Rohstoffe zu recyceln, es ist jedoch viel schwieriger, Menschen dazu zu erziehen, Waren gar nicht erst zu kaufen, deren Bestandteile später recycelt werden müssen. Beispiel: Ein Mensch, der sich Kaffee in Aluminiumkapseln kauft, glaubt sich umweltgerecht zu verhalten, da er die Kapseln ja hinterher in die Recycling-Tonne wirft. Und macht sich keine Gedanken darüber, ob es nicht viel umweltfreundlicher wäre, den Kaffee gleich in einer herkömmlichen Tüte anstatt in Kapseln zu kaufen. Umweltschützer kritisieren weiterhin, dass Recycling beim Verbraucher dazu führt, Einwegverpackungen als normal anzusehen, anstatt Mehrwegverpackungen zu favorisieren.

Niemand bestreitet, dass beim Recycling ein geringerer CO2-Fußabdruck entsteht als bei der Produktion von Primärstoffen.  

Dennoch bleibt auch Recycling problematisch für die Umwelt. Irgendwann einmal musste das Material aus Primärstoffen hergestellt werden - CO2-Fußabdruck 1. Beim Recycling kommt es zu einem zwar geringeren, aber dennoch vorhandenen CO2-Fußabdruck 2. Die Summe der beiden stellt die Umweltbelastung durch das recycelte Material statt. Viel mehr, als wenn man derartige Waren gar nicht gekauft hätte.

 

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