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28.06.2012 04:29 Alter: 10 yrs
Kategorie: Politik

Schulbezirk in Texas plant Totalüberwachung der Schüler und Studenten


Mit solchen Chipkarten (Bild unten) werden die texanischen Schüler ausgestattet

Vom nächsten Jahr an plant der Northside School District in Texas ein Experiment, den Schülern und Studenten Ausweise mit RFID-Chips auszuhändigen, um sie jederzeit auf dem Campus orten zu können. Northside ist einer der größten Schulbezirke in Texas und beherbergt 112 Schulen von der Elementary School bis zur Universität. Rund 100.000 Schüler und Studenten werden dort ausgebildet.

Wie ein Sprecher des Schulbezirks sagte, würden die RFID-Chips die Sicherheit erhöhen, da man die Studenten jederzeit lokalisieren könne. Außerdem könnte man am Beginn jedes Schultages auf diese Weise akkurater zählen, welcher Schüler oder Student sich in welcher Klasse befindet. Dies ist wichtig für die staatlichen Förderungsgelder, die im Wesentlichen auf den Anwesenheitszahlen basieren.

Der erste Test wird nur an der John Jay High School und an der Anson Jones Middle School laufen sowie mit Beteiligung aller Schüler und Studenten, die die Schulbusse benutzen. Insgesamt werden damit rund 6290 Schüler und Studenten an dem Experiment teilnehmen. Die Schulleitung hat das Experiment genehmigt, ungeachtet einer hitzigen Debatte über die Gefahr für die Privatsphäre der Schüler, die im Vorfeld geführt wurde. Der Verwaltungsleiter des Schulbezirks, Brian Woods, verteidigte den Einsatz der RFID-Chips und verglich ihn mit der Installation von Überwachungskameras. Außerdem sei es nur ein Pilotprojekt und vorerst nicht permanent gedacht. „Wir wollen uns mit der Macht der Technologie wappnen, um die Schulen sicherer zu machen, um zu wissen, wo unsere Schüler sich in der Schule aufhalten, und um unsere Einkünfte zu verbessern“, sagte Pressesprecher Pascual Gonzalez. „Eltern erwarten, dass wir immer wissen, wo ihre Kinder sind, und diese Technologie wird uns helfen, dies zu tun.“

Die Chipkartenleser auf dem Campus und in den Schulbussen können einen Schüler dort zwar orten, aber nicht mehr, sobald er das Schulgelände verlässt, sagte Gonzalez weiter. Nur autorisierte Verwaltungsmitarbeiter würden Zugang zu den Informationen erhalten.

„Auf diese Weise können wir sehen, ob ein Schüler im Erste-Hilfe-Raum ist oder sonst wo auf dem Campus, wenn er eigentlich im Klassenraum sein sollte.“ Die Offiziellen der Schule seien sich der Tatsache bewusst, dass ein Schüler seine Karte irgendwo liegenlassen und damit das System aushebeln könnte. Die Karten kosten 15 Dollar pro Stück. Bei Verlust muss ein Schüler für eine neue Karte bezahlen. Die Kommentare der Eltern sind unterschiedlich und reichen von Unterstützung über Skepsis bis zu offener Ablehnung.

Die American Civil Liberties Union hatte 2005 gegen ein ähnliches Projekt in Kalifornien gekämpft und damals den Stopp des Projekts erreichen können, wie die Sprecherin der Organisation mitteilte. Es gehe dabei nicht nur um den Schutz der Privatsphäre, sondern auch um die Gefahr des Identitätsdiebstahls, wenn sich jemand in das System hacken würde.

Quelle: Matrix3000 Band 70