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23.02.2012 09:10 Alter: 10 yrs
Kategorie: Politik

Deutschlands Niedriglohnpolitik mitverantwortlich für Eurokrise


Die zunehmende Verarmung von Millionen Arbeitnehmern in Deutschland, deren Lohn oft kaum noch zum Leben reicht, hat nicht nur zu einer weiteren Umverteilung des Wohlstands in Deutschland von unten nach oben geführt, sondern könnte sogar entscheidend zur derzeitigen Eurokrise beigetragen haben. Nach Aussage der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ist die deutsche Niedriglohnpolitik, wie sie einst von Bundeskanzler Gerhard Schröder initiiert wurde und von der derzeitigen Bundesregierung fortgeführt wird, für die Krise der Gemeinschaftswährung mitverantwortlich. Durch die im Vergleich zu anderen Euroländern niedrigeren Arbeitskosten hätte sich die deutsche Industrie Wettbewerbsvorteile beim Export verschafft. Dadurch seien Wirtschaft und Haushalte der anderen Euroländer stark unter Druck gesetzt worden. Gleichzeitig habe es keine Möglichkeit gegeben, die Schwäche der Binnennachfrage in diesen Ländern durch Exporte nach Deutschland zu kompensieren. „Die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Exporteure wird immer mehr als strukturelle Ursache der kürzlichen Schwierigkeiten in der Eurozone ausgemacht.“, zitiert die französische Tageszeitung Le Monde den Jahresbericht der ILO.

Quelle: Matrix3000 Band 68