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28.02.2013 08:48 Alter: 10 yrs
Kategorie: Politik

Geheime Pharmatests an DDR-Bürgern


Kaum war die Empörung über die Enthüllungen abgeklungen, wonach der schwedische Möbelkonzern IKEA einige seiner Produkte in den achtziger Jahren von politischen Häftlingen in der DDR per Zwangsarbeit hatte herstellen lassen, da wurden noch schlimmere Vorfälle aus der Zeit des kalten Krieges bekannt. Mehrere westliche Pharmakonzerne sollen in der DDR geheime Medikamententests an ahnungslosen Bürgern in Auftrag gegeben haben, um die strengeren und aufwendigeren gesetzlichen Regelungen in der damaligen Bundesrepublik Deutschland zu umgehen. Für die DDR ein lukratives Geschäft, denn die Konzerne zahlten in harter D-Mark sogenannte „Kopf-Prämien“. Einzelne Studien sollen bis zu 860.000 DM (ca. 430.000 €) eingebracht haben.

Dabei wurden sogar Todesfälle bewusst in Kauf genommen, wie im Fall des Elektrikers Gerhard Lehrer, der in Dresden wegen eines Herzinfarkts behandelt wurde. Sein Arzt gab ihm Medikamente, von denen er geheimnisvoll sagte: „Die bekommen Sie nur bei mir.“ Gleichzeitig wurde der Mann angehalten, nicht verbrauchte Medikamente nach dem Ende der Behandlung wieder abzugeben. Gerhard Lehrer tat es nicht. Noch immer guten Glaubens, dachte er sich, die Pillen vielleicht später noch brauchen zu können.

Ein Jahr danach war er tot. Seine Witwe hat nun den Inhalt der Schachtel, die sie weiterhin aufbewahrt hatte, im pharmazeutischen Labor der Universität Leipzig analysieren lassen. Wie sich herausstellte, war es nur ein Placebo, das keinerlei pharmazeutische Wirkstoffe enthielt. Gerhard Lehrer hatte das Pech gehabt, zu einer „Kontrollgruppe“ zu gehören. Sein Leben wurde geopfert im Interesse des Profits der Pharmaindustrie.

Quelle: Matrix3000 Band 74