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25.08.2011 12:33 Alter: 9 yrs
Kategorie: Politik

CDU-Abgeordneter fordert Dicken-Steuer


Je stärker Deutschland durch Hilfszahlungen an marode EU-Staaten belastet wird, desto mehr suchen Politiker nach Möglichkeiten, wo man zur Kompensation noch an den Sozialsystemen zusammenstreichen und das gesellschaftliche Solidarprinzip – einst eine tragende Säule der sozialen Marktwirtschaft – untergraben kann. Der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Marco Wanderwitz hat allen Ernstes angeregt, es müsse erlaubt sein, darüber nachzudenken, dass man die ungesunden Essgewohnheiten einiger Bürger und deren gesundheitliche Folgen nicht länger der beitragszahlenden Gemeinschaft aufbürden dürfe. Er fordert daher Steuererhöhungen für Dicke. Da dies ohne Einführung einer Gesundheitspolizei in der Praxis nur schwer umsetzbar sein dürfte, kamen schon bald weniger radikale Vorschläge ins Spiel, die aber im Prinzip an die Anfänge der mittlerweile an Fanatismus grenzenden Rauchverbote erinnern. So empfahl der Gesundheitsökonom Jürgen Wasem Sondersteuern auf Schokolade, Alkohol und Risikosportgeräte. Warum zahlen dann eigentlich Versicherungen noch bei Verletzungen nach Autounfällen? Jeder weiß schließlich, dass Autofahren gefährlich ist, und niemand wird gezwungen, sich ans Steuer zu setzen. Und wann kommt das Zwangsmüsli zum Frühstück?

Quelle: Matrix3000 Band 65