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25.08.2011 12:48 Alter: 10 yrs
Kategorie: Politik

Auch iPhone- und iPad-Nutzer überwacht


Apple speichert Ortungsdaten seiner Nutzer (Bild: dpa)

Sie sind die neuesten Stars der elektronischen Glitzerwelt – das Edeltelefon iPhone von Apple und sein großer Bruder, der Tablet-Computer iPad. Es ist klar, dass Geräte beiden Typs ständig von den Apple-Servern geortet werden müssen, um Telefonate zu ermöglichen oder kostenpflichtige Downloads zu steuern. Was bislang nicht bekannt war, ist die Tatsache, dass Apple diese Positionsdaten seiner Nutzer langfristig in den Geräten speichert. Die Daten ermöglichen es, umfangreiche Bewegungsprofile der Nutzer zu erstellen.

Da die Daten im jeweiligen Telefon bzw. iPad gespeichert werden, besitzt auch der Apple-Konzern keine Kontrolle darüber, von wem sie möglicherweise aus der Ferne ausgelesen werden. Die Datei ist zwar versteckt, wird dem Nutzer also nicht angezeigt, es kann aber mit spezieller Software auf sie zugegriffen werden. Computerexperten bestätigten, dass es keine Hinweise gibt, dass die Daten an Apple weitergeleitet würden. Da die Daten nicht verschlüsselt sind, ist ein Missbrauch allerdings relativ einfach möglich. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar kritisierte die Speicher-Praxis von Apple – in recht maßvoller Form: „Diese Speicherung von Standortdaten ohne Kenntnis der Betroffenen wäre nach deutschem Datenschutzrecht sicherlich nicht zulässig.“ Er forderte Apple auf, seine Vorgehensweise zu ändern.

Unabhängige Datenschützer befürchten, dass es unwahrscheinlich ist, dass Apple auf diese Daten nicht zugreife. Ein Bewegungsprofil des iPhone- oder iPad-Nutzers ermögliche ortsangepasste und personifizierte Werbeangebote. Außerdem könnten die Daten beim Auffinden verlorener oder gestohlener Geräte helfen.

Quelle: Matrix3000 Band 65