03/28/2013 11:31

Grippewelle durch Vitamin-D-Mangel

Category: Gesundheit

Einer norwegischen Studie zufolge hat Vitamin D eine stark antibiotische Wirkung und kann daher das Immunsystem stärken. Da dieses Vitamin unter der Einwirkung von Sonnenlicht vom Körper selbst produziert wird, sind Mangelzustände besonders in den Wintermonaten zu beobachten. Insbesondere beim Ausbruch einer Grippewelle in den Niederlanden im Januar 2013 hat laut Aussage der Forscher aller Wahrscheinlichkeit nach Vitamin-D-Mangel eine wichtige Rolle gespielt.

Der Studie zufolge ist bei Grippeepidemien immer ein starker Anstieg der Infektionen und der Todesfälle zu beobachten, wenn die Einstrahlung von Sonnenlicht vermindert ist. Verglichen mit der ebenfalls häufi g auftretenden Sommergrippe ist die Sterberate bei Epidemien im Winter 20 bis 600 Mal höher.

Wissenschaftler der Universität Oslo untersuchten für die Studie Daten über Grippewellen aus Schweden, Norwegen, den Vereinigten Staaten, Singapur und Japan. Dabei wurden die monatlichen Infektions- und Mortalitätsraten mit der jeweiligen Intensität der UV-Strahlung verglichen. „Vitamin D wirkt wie ein Antibiotikum und stärkt das Immunsystem. UV-Strahlung regt die Produktion von Vitamin D in der Haut an. In den Wintermonaten steht die Sonne selbst im Zenit so niedrig, dass die Aufnahme von Vitamin D gehemmt wird. Dies hat ein Absinken des Vitamin-D-Pegels im Körper und damit eine nur mäßige Schutzwirkung dieses Vitamins zur Folge“, sagt Professor Johan Moan.

Der vollständige Wortlaut der Studie kann auf der Website des Sunlight Research Forum (SRF) unter der Adresse www.sunlightresearchforum. eu eingesehen werden. Das SRF ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in den Niederlanden, die sich die Publikation neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse über die positiven Effekte maßvoller UV-Strahlung auf den Menschen zum Ziel gesetzt hat.

Quelle: Matrix3000 Sonderheft Gesundheit 2013