12/20/2018 12:29

Rätselhafte Begegnung in Irland

Category: Mystery

Am frühen Morgen des 9. November 2018 meldete die Pilotin, die nahe der Südwestküste Irlands mit einem Passagierflugzeug von Montreal in Richtung London unterwegs war, eine seltsame Sichtung. Ein hell leuchtendes Flugobjekt war mit hoher Geschwindigkeit an ihrer Maschine vorbeigeflogen. „Sind hier gerade irgendwelche Militärmanöver?“, fragte sie bei Shannon Air Traffic Control nach. Etwa 15 Sekunden später die Rückmeldung vom Boden – auf ihren Radarschirmen sei nichts zu sehen. Die Pilotin meldet den Fluglotsen, das Objekt sei links von ihrer Maschine gewesen. Es sei sehr hell gewesen und dann mit hohem Tempo verschwunden. Wenig später meldet das Cockpit einer Boeing 737 der Norwegian Air, man habe das Objekt beim Landeanflug auf Shannon auch gesehen. Das Gleiche beobachtete die Crew eines Jumbos von Virgin Atlantic, der von Orlando (Florida) nach Manchester unterwegs war. Alle hatten das Phänomen ungefähr am gleichen Ort beobachtet. Die Aufzeichnung des Funkverkehrs in diesem Zeitraum kann in einem Internet-Video angehört werden.

Bald begannen unter den Piloten und der Bodenstation die Spekulationen, was es gewesen sein könnte. In der Flugbahn waren mehrere Objekte zu sehen. War ein Meteorit oder Weltraumschrott beim Eintritt in die Erdatmosphäre in mehrere Teile zerbrochen und verglüht? Die Reibung mit der Luft lässt sie eine Leuchtspur hinter sich herziehen. Allerdings hatte keiner der Piloten eine solche Leuchtspur gesehen. Die Internationale Meteor-Organisation berichtete, es sei vom Boden aus keine Sichtung gemeldet worden. Auch die Geschwindigkeit der Objekte spricht gegen Meteoriten. Die Piloten schätzten, die Objekte hätten sich etwa mit Mach 2 bewegt, also etwa drei Mal so schnell wie ein Verkehrsflugzeug.

Meteore sind beim Eintritt in die Erdatmosphäre etwa 100 Mal schneller.

Auch die Funkmeldungen der Piloten lassen Zweifel an der Meteor- oder Weltraumschrott- Hypothese aufkommen. Der Kapitän des Virgin- Atlantic-Jumbo hatte gemeldet: „Ich sah zwei helle Lichter in 11-Uhr-Position, die zurück nach rechts geflogen und dann im Steigflug mit hoher Geschwindigkeit verschwunden sind.“

Bei allem Respekt – weder steigen Meteoriten, noch ändern sie die Richtung! Für Skeptiker kein Problem. Sie vermuten, der Pilot habe sich nur ungenau ausgedrückt. Hoffentlich kann er präziser landen!

Man sollte aber auch mit der gegenteiligen Klassifizierung der Objekte als „UFOs“ vorsichtig sein. Unbekannte Flugobjekte waren es natürlich, aber das muss nicht unbedingt „außerirdische Raumschiffe“ bedeuten. Geheime Testflugzeuge oder Marschflugkörper des Militärs könnten es schließlich auch gewesen sein, mit Tarnkappentechnologie, so dass sie auf dem Radar nicht sichtbar sind. Die irische Flugaufsicht begnügte sich abschließend mit einem lapidaren Kommentar – man habe „eine Untersuchung gestartet“. Der Fall werde „nach dem üblichen nicht-öffentlichen Prozedere“ untersucht. 

Quelle: Matrix3000 Band 109

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