03/28/2013 11:52

Tückische K.O.-Tropfen

Category: Gesellschaft

Immer häufiger geschieht es, dass Menschen beim Trinken in fröhlicher Runde plötzlich „wegtreten“, und zwar nicht, weil sie etwa zu viel getrunken hätten. Kriminelle nutzen oft einen unbeobachteten Moment, um einer ahnungslosen Person ein paar Tropfen ins Getränk zu mischen. Wenn das Opfer hinterher zu sich kommt, bemerkt es, dass es ausgeraubt wurde. In noch schlimmeren Fällen kann es sogar zu Vergewaltigung oder anderen Formen des sexuellen Missbrauchs kommen. Das Tückische dabei ist, dass K.O.-Tropfen meist in Mixgetränken kaum herauszuschmecken sind. Das klassische Mittel, um eine Person außer Gefecht zu setzen, ist Flunitrazepam (Rohypnol). Es kommen aber auch andere Substanzen zum Einsatz, darunter auch Partydrogen wie Liquid Ecstasy. Zusammen mit Alkohol eingenommen, kann sich die Wirkung erheblich verstärken. Meist wird das Opfer durch die K.O.-Tropfen nicht völlig bewusstlos, jedoch vollkommen handlungsunfähig und willenlos. Häufig besteht hinterher kaum eine Erinnerung an das, was vorgefallen war – oder sogar ein kompletter Filmriss. Die Polizei warnt alle Besucher von Gaststätten und Bars dringend davor, sich Getränke von Unbekannten spendieren zu lassen. Aber auch wenn man mit Freunden in einer öffentlichen Gaststube zusammensitzt, sollte man sein Getränk nach Möglichkeit nicht aus den Augen lassen. Sobald während eines Gaststättenbesuchs unerklärliche Gefühle von Übelkeit oder Schwindel auftreten oder sonst eine ungewöhnliche Veränderung des Befi ndens, sollte man sofort das Gaststättenpersonal oder anwesende Freunde um Hilfe bitten und einen Arzt verständigen lassen. In den ersten Stunden nach der Einnahme lassen sich die meisten K.O.-Tropfen noch im Blut oder Urin nachweisen.

Quelle: Matrix3000 Sonderheft Gesundheit 2013