09/09/2014 10:12

Russland-Sanktionen - Wem schaden sie wirklich?

Category: Politik

Seit die Bemühungen der EU, gemeinsam mit den USA Wladimir Putin in die Knie zu zwingen, immer hysterischere Formen annehmen, stellt sich mehr und mehr die Frage: Wem nützt und wem schadet es?

Der Geschädigte dürfte auf keinen Fall Russland sein, das für seine Exporte andere Märkte findet, z. B. in China und anderen BRIC-Staaten. Die Sanktionen zielen eher auf die EU-Staaten selbst, die destabilisiert, wenn nicht sogar ruiniert zu werden drohen.

Schon im ersten Halbjahr 2014 sorgten Exportausfälle in der deutschen Schwerindustrie für rund 300.000 zusätzliche Arbeitslose. Diese Entwicklung dürfte sich noch zuspitzen. Die ohnehin gebeutelten Verbraucher Mitteleuropas müssen sich auf erneute Preiserhöhungen bei Gas und Öl einstellen. Dem eigentlichen Zweck von „Sanktionen“ dient dies alles nicht, nämlich Putin davon abzuhalten, sich militärisch in den Ukraine-Konflikt einzumischen (falls er dies überhaupt tut, was ja lediglich politisches Dogma des Westens, nicht aber bewiesen ist).

So laufen z. B. Waffenexporte aus EU-Kernstaaten an Russland weiterhin auf Hochtouren. Da dies angesichts der öffentlichen Schuldzuweisungen an Putin natürlich nicht „politisch korrekt“ klingt, zeigt man sich äußerlich empört - über den jeweils anderen, versteht sich. Großbritanniens Premier David Cameron kritisierte Frankreich lautstark für seine Lieferung von Kriegsschiffen an Russland. Es war pure Heuchelei: Wie Paris im Gegenzug bloßstellte, sind die Waffengeschäfte Londons mit Russland in letzter Zeit sogar gewaltig ausgebaut worden.  

Quelle: Matrix3000 Band 83

Aktualisierung 9. 9. 2014, 12:12

Wie die Wiener Zeitung "Die Presse" mitteilt, müssen 2000 Arbeiter des Unternehmens MAN Steyr in Kurzarbeit gehen, da russische Aufträge für Lastwagen storniert wurden.

Quelle: Die Presse