07/23/2008 22:24

Warum Al Gores Klimadaten falsch sind

Category: Ökologie
By: Franz Bludorf

Kurzwellige Strahlung der Sonne trifft auf die Atmosphäre und Erdoberfläche. Langwellige Strahlung wird von der Erdoberfläche abgestrahlt und in der Atmosphäre fast vollständig absorbiert. Im thermischen Gleichgewicht wird die absorbierte Energie der Atmosphäre je zur Hälfte in Richtung Erde und Weltall abgestrahlt. Die Zahlen geben die Leistung der Strahlung in Watt/Quadratmeter an.

Ohne Treibhauseffekt kein Leben auf der Erde!

Irrtum 1: „CO2 ist das wichtigste Treibhausgas“.

Diese Behauptung ist falsch. CO2 ist nur zu 0,03% in der Atmosphäre vertreten. Der größte Anteil an den Treibhausgasen besteht aus Wasserdampf (60%).

Irrtum 2: „CO2 bildet rund um die Atmosphäre eine Art kugelförmige Fensterscheibe (‚Treibhaus’), die den Wärmeaustausch zwischen Erde und Weltall behindert“.

Dieser Irrtum entsteht durch den irreführenden Namen „Treibhauseffekt“. Die entsprechende Graphik aus Al Gores Buch (S. 16, Abb. 3) ist nichtsdestoweniger wissenschaftlich unhaltbar, denn eine Ansammlung von CO2 in der oberen Atmosphäre ist physikalisch unmöglich, da CO2 schwerer als Luft ist. Daher wird die Konvektion auch durch erhöhte CO2- Konzentration nicht gestört.

Irrtum 3: „Die von menschlicher Technik verursachte CO2-Erhöhung in der Atmosphäre ist verantwortlich für die Klimaerwärmung“.

Dies ist allein aufgrund der absoluten Zahlen unmöglich. Im Jahre 2006 betrug die durch menschliche Technik verursachte CO2-Emission etwa 32 Milliarden Tonnen. Dies entspricht etwa 3,2 ppm atmosphärischem CO2. Zusätzlich atmet jeder Mensch pro Tag etwa 2 kg CO2 aus, also 730 kg pro Jahr. Das von der Gesamtbevölkerung von 6,3 Milliarden Menschen pro Jahr ausgeatmete CO2 beläuft sich demnach auf noch einmal 4,6 Milliarden Tonnen. Die natürliche CO2-Emission (Vegetation, Ozeane etc.) beträgt demgegenüber pro Jahr etwa 550 Milliarden Tonnen. Die insgesamt vom Menschen verursachte CO2- Emission beträgt also nur knapp 6 % der natürlichen Emission. Die natürliche Emission wird jedoch von der Natur wieder verbraucht (steigert also nicht den Treibhauseffekt), und zwar durch Kalkablagerungen in den Ozeanen bzw. durch die Photosynthese der Pflanzen. Das heißt, die zusätzlichen durch menschliche Technik verursachten 6% könnten durch nur 6% mehr Vegetation mit Leichtigkeit wieder abgebaut werden.

Irrtum 4: „Das atmosphärische CO2 war im Verlauf der Erdgeschichte stets stabil und stieg erst seit Beginn des industriellen Zeitalters an“.

Dieser Eindruck entsteht nur durch geschickte Wahl der betrachteten Zeiträume, ist also im Grunde ein Schwindel. Die ständig zitierte Zahl von 650.000 Jahren markiert „zufällig“ den Beginn eines Erdzeitalters, der auch als „Eiszeit“ bezeichnet wird und in dem wir uns bis heute befinden. Die Wissenschaft spricht von einem Eiszeitalter, wenn die Polkappen vereist sind. Großräumigere Vergletscherungen, etwa in Europa oder Nordamerika – treten dabei nur zeitweise auf, dazwischen kommt es zu Warmzeiten innerhalb des Eiszeitalters, so wie jetzt. In früheren Erdzeitaltern (vor 1 Million Jahren bzw. noch früher) lagen CO2-Gehalt der Atmosphäre und Erdtemperatur teilweise erheblich höher, als es die schlimmsten Befürchtungen der Propagandisten der Klimakatastrophe für unsere Zukunft prophezeien. Trotzdem gab es damals Pflanzen, Tiere und zuletzt auch schon frühe Menschen auf der Erde. Der Beginn des industriellen Zeitalters um 1850 fiel „zufällig“ zusammen mit dem Ende einer „kleinen Eiszeit“, die etwa seit dem 17. Jahrhundert andauerte. Ein Anstieg der Erdtemperatur seit Ende des 19. Jahrhunderts ist also ebenfalls nicht verwunderlich.

Irrtum 5: „Der Treibhauseffekt bedroht das Leben auf der Erde“. Das Gegenteil ist der Fall. Ohne (natürliche) Treibhausgase läge die Mitteltemperatur der Erde bei –18 Grad Celsius. Erst durch Wasserdampf, CO2 und andere Treibhausgase wird die Erde auf eine angenehme Durchschnittstemperatur von +15 Grad Celsius aufgeheizt. Fazit: Ohne Treibhauseffekt gäbe es kein Leben auf der Erde (so wie wir es kennen).

Quelle: Matrix3000 Sonderheft Klima und Umwelt 2008