08/30/2007 08:19

Jugend läuft Amok

Category: Gesellschaft
By: Viktor Farkas

Am 17. April 2007 schockte das Blutbad, das der 23jährige Cho Seung Hui in zwei „Raten“ auf dem 6.000 Schüler umfassenden Campus der Tech University von Blacksburg, Virginia, angerichtet hatte, die USA und die Welt. Fazit: 33 Tote, 29 teils schwer Verletzte, weil die Gesellschaft, so der Amokläufer in seinem Vermächtnis, das er in der Pause zwischen den Amokläufen auf den Postweg gebracht hatte, hundert Milliarden Chancen nicht genutzt hatten, das hier zu vermeiden... Ein Einzelfall? Nein, sondern ein immer wieder, um nicht zu sagen regelmäßig auftretendes Symptom einer kranken Gesellschaft.

Fakt ist: Heute wird alle zwei Stunden in den USA ein Kind erschossen. Nach Unfällen steht Mord an zweiter Stelle der Todesursachen von jungen Menschen. Die Waffengewalt explodiert vor allem bei den 15-19jährigen. Seit 1963 hat sich die Zahl der Mordopfer in dieser Altersklasse mehr als versechsfacht. Das und noch anderes ergab eine Studie des Zentrums für Gesundheitsfürsorge Mitte der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Zitat des Autors der Studie: „Was in den sechziger Jahren mit einer blutigen Nase endete, endet heute mit tödlichen Schüssen“.  

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Quelle: Matrix3000 Band 41

 

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