11/25/2010 07:22

Öko-Mythen Teil 1: Elektrifizierte Eisenbahnzüge sind umweltfreundlicher als traditionelle Autos und Flugzeuge

Category: Ökologie

Diese These umfasst nur eine halbe Wahrheit. Wenn die Standardgeschwindigkeit eingehalten wird, und das sind 140 km/h, kann es sich sogar als richtig erweisen. Die Reise eines einzelnen Passagiers würde in so einem Fall acht Mal weniger Energie kosten als eine Reise mit dem Auto. Wenn der Zug aber beschleunigt, platzt der ganze Energietraum. Superschnelle Züge z.B. vom Typ TGV sind auf der ganzen Welt auf dem Vormarsch. Bei Geschwindigkeiten von 300 oder 400 km/h verbrauchen sie mehr Energie als Jumbo-Jets.

Wissenschaftler der Lancaster University in Großbritannien haben berechnet, dass ein Airbus 321-100 mit voller Besatzung an Bord ca. 20 kg Erdöl pro Person verbraucht, um die Strecke London-Edinburgh zu bewältigen. Genauso viel Energie verbraucht ein Zug, der auf der gleichen Strecke mit einer Geschwindigkeit von 225 km/h fährt. Wenn der Zug schneller fährt, wird das Flugzeug umweltfreundlicher und energieeffi zienter. Ein Grund dafür ist, dass Luftwiderstand und Reibung größer werden, wenn die Geschwindigkeit des Zuges steigt. Um sie zu bewältigen, muss man mehr Energie benutzen. Die aber kommt meistens von den Elektrizitätskraftwerken, wo man hauptsächlich mit Kohle arbeitet. Die belasten unsere Atmosphäre ganz gewaltig.