01/25/2007 09:19

Gefährliche Pillen

Category: Gesundheit

Bei der Vorstellung der Zollstatistik des vergangenen Jahres warnte EU-Kommissar Laszlo Kovacs im November 2006 vor gefährlichen Medikamenten und Kosmetikartikeln, die derzeit den europäischen Markt überfluten. Dabei handele es sich um gefälschte Mittel, mit denen echte Medikamente nachgeahmt würden. Diese „Medikamente“ würden unter Verwendung von Putzmitteln, gepanschtem Alkohol oder Shampoo hergestellt. Ein Herzmedikament hätten die Fälscher aus Steinstaub und Straßenfarbe nachgemacht und anschließend mit Möbelpolitur auf Hochglanz gebracht. Neben anderen bekannten Produktfälschungen seien im Jahre 2005 insgesamt 500.000 Packungen von Medikamentenfälschungen auf den Markt gebracht worden, darunter vor allem das Potenzmittel Viagra, aber auch Krebsmittel und Antibiotika. Mehr als 60 Prozent der Fälschungen stammten aus China. Der EU-Kommissar warnte in diesem Zusammenhang die Verbraucher vor allem davor, Billigprodukte aus Übersee über das Internet zu bestellen oder in Supermärkten zu kaufen, insbesondere, wenn es sich um verschreibungspflichtige Mittel handele. Der Einkauf in der heimatlichen Apotheke sei nach wie vor sicher.

Quelle: t-online / afp

Zitiert aus Matrix3000 Sonderheft Gesundheit 2007 (Dieses Heft ist nicht mehr lieferbar)