03/26/2009 08:09

Erhöhtes Stresspotential bei Kindern und Jugendlichen

Category: Gesundheit

Erstmalig wurde in einer Studie des Biophysikalischen Prüflabors die Wirkung von Stress bei Kindern und Jugendlichen mit Praxistests untermauert. Die Erkenntnisse sind alarmierend: Die durchschnittliche Stressmenge liegt im Vergleich zu den erwachsenen Probanden deutlich höher.

„Meine Kinder hatten vor 20 Jahren wesentlich weniger Stress als die Teens heute.“ besinnt sich Paul Sommer, Leiter des biophysikalischen Prüflabors. Und da ist er nicht allein. Viele gefühlte und wissenschaftliche Faktoren belegen, dass eine hohe Reizüberflutung, elektromagnetische Strahlung sowie Verpflichtungen in der Schule, Notendruck, Erwartungen der Eltern, aber auch Konflikte in der Familie und soziale Umstände als Ursachen für mehr Stress bei Kindern und Jugendlichen verantwortlich sind.

Doch diesen Stress verarbeitet der Körper nicht immer problemlos: Eine Studie der Weltgesundheitsorganisation aus dem Jahr 2006 berichtet, dass fast ein Fünftel der befragten 11- bis 16jährigen unter Beschwerden wie Übelkeit, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen leidet. 30% aller Schüler leiden an Mittagsmüdigkeit und damit verminderter Leistungsqualität.

Dies untermauert auch die im Dezember 2008 durchgeführte Studie des Biophysikalischen Prüflabors. Paul Sommer: „Die Nervenaktivität liegt bei Jugendlichen im Durchschnitt an der oberen Grenze des Normalwertes. Dadurch können Informationen schlechter und langsamer verarbeitet werden. Gesundheitliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder auch Hyperaktivität können schneller entstehen.“

Neben dem Stresspotential wurden in der Studie auch Messwerte der Herzratenvariabilität (HRV) erfasst und ausgewertet. Diese gelten als wichtige Parameter zur Erfassung von Vitalität und Wohlergehen. Bei den Teens hatten die Herzschlagintervalle durchschnittlich eine größere Spannweite als bei den erwachsenen Probanden. Das deutet auf eine stärke Belastung des Organismus und einen höheren Aufwand des Herz- Kreislauf-Systems für den Erhalt der inneren Balance hin.

Quelle: Matrix3000 Sonderheft Gesundheit 2009