03/26/2009 09:35

Wenn die Schwangerschaft nicht klappt

Category: Gesundheit

Die Arbeitsgruppe von Prof. Thaler am Universitätsklinikum München-Großhadern. Von links nach rechts: Prof. Dr. med. Christian J. Thaler, Dr. med. Stephanie Hecht, Roman Pavlik, Prof. Dr. med. Peter Lohse.

Wissenschaftler lösen Folsäure-Rätsel.

Eine Publikation der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Sie haben es schwerer, überhaupt schwanger zu werden und sind dann besonders gefährdet, Komplikationen wie Fehl- oder Frühgeburten zu haben. Frauen, die mit diesen Problemen zu kämpfen haben, haben einen höheren Bedarf an Folsäure, also Vitamin B9. Bisher galt die landläufige Überzeugung, dass eine Unterversorgung mit diesem Vitamin durch die Ernährung kommt: Wer zu wenig Folsäure mit dem Essen zu sich nimmt, bekommt dann eben auch Folsäuremangel.

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse scheinen jetzt jedoch die wahre Ursache für den folgenschweren Mehrbedarf gefunden zu haben. Eine Arbeitsgruppe um Prof. Christian Thaler (Leiter des Hormon- und Kinderwunschzentrums an der Frauenklinik der LMU München Großhadern) und den Molekularbiologen Prof. Peter Lohse hat jetzt entdeckt, dass eine Mutation auf einem bestimmten Gen für diesen Mehrbedarf verantwortlich ist. Es handelt sich dabei um ein Gen der MTHFR (Methylentetrahydrofolat-Reduktase). Bei Frauen mit dieser Genveränderung arbeiten die Eierstöcke nicht optimal. Um ihre Aufgaben erfüllen zu können, brauchen sie mehr Folsäure als normal, sollten also eine entsprechende Vitaminbehandlung durchführen.

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Quelle: Matrix3000 Sonderheft Gesundheit 2009

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