03/25/2010 11:22

Der Ekel-Faktor

Category: Gesundheit
By: Núvi Serus

Was man so alles als „Nahrung“ bezeichnet.

„Du darfst alles essen, aber nicht alles wissen!“ So oder so ähnlich haben viele das von den Eltern oder Großeltern schon oft zu hören bekommen. Aber würden die lieben Verwandten das auch noch behaupten, wenn sie wüssten, was alles in unseren Nahrungsmitteln steckt? Unter der Headline „Die Geschmacksillusion“ in der Oktober- Ausgabe 2009 des Spiegel ist sogar die Rede von Analogkäse und Glibberschinken. Bekannt ist auch, dass Erdbeer-Aroma unter anderem aus Sägespänen gewonnen wird. Aber was für seltsame Stoffe gibt es noch in unseren Nahrungsmitteln? Oder woraus bestehen sie in einigen Fällen sogar komplett?

Bereits 1997 berichtete „Die Zeit“ von einem - damals - erschienenen Buch mit dem unscheinbaren Titel „Lügen, Lobbys , Lebensmittel“, in dem Ingrid Reinbecke und Petra Thorbrietz aufdeckten, wie genau Qualität und Gewinne der sogenannten Lebensmittel zusammenhängen, und bereits Vermutungen anstellten, wie das alles mit dem sprunghaften Anstieg diverser Allergien und Krankheiten zusammenhängen könnte. Akribische Recherchen führten zu einem gelungenen „Wirtschaftskrimi“, der einem den Ekel bis unter die Nase treibt.

Proteinreiche Fäkal-Nahrung - Fleisch aus Klärschlamm

„Sie entwickelten aus dem natürlichsten aller Abfälle, aus Fäkalien, eine proteinreiche Kreation, die in Textur, Geruch und Geschmack dem Rindfleisch sehr ähnlich ist. Sogar ein Metzger hielt das Produkt für Fleisch.“ In einer „industriellen Hexenküche“ im japanischen Tokio hatte der Chemiker Mitsuyuki Ikeda diese grandiose Idee, um den hohen Kosten und der damit verbundenen wirtschaftlichen Belastung durch Klärschlamm entgegenzuwirken. Demnach scheint dies eine besondere Innovation gewesen zu sein. Jedoch „werden die Leute so etwas nur in Zeiten großer Hungersnot essen.“, äußerte sich der Erfinder. Die „Klo-Burger“ oder das „Schimmelpilz-Geschnetzelte“ - wie es die Webseite Gesundheitstipp.ch bezeichnet - mit dem Namen Quorn würde jedoch gemieden, sofern die Menschen darüber ausreichend informiert wären.

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Quelle: Matrix3000 Sonderheft Gesundheit 2010

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