03/30/2011 22:29

Intelligenter durch gekochtes Essen?

Category: Gesundheit

Die uralte Frage, ob rohes Gemüse wirklich gesünder als gekochtes ist, hat jetzt eine neue Antwort erhalten. Es stimmt – Kochen und Backen zerstören im Gemüse enthaltene Vitamine. Doch dies gilt nicht für alle, sondern nur für einige aus der B-Gruppe sowie für Vitamin C.

Es bleibt die Frage: sollen wir kochen oder nicht? Was gewinnen oder was verlieren wir?

Beim Prozess des Kochens verliert das Gemüse ca. 50 % der Vitamine, aber dafür ist gekochte Nahrung besser aufnehmbar für unseren Verdauungstrakt. Rohes Gemüse und Obst enthalten viele faserige Substanzen, vor allem Zellulose. Zellulose jedoch ist eine „antinahrhafte“ Substanz. Sie verhindert die Resorption (Aufnahme der Nährstoffe). Wenn wir Gemüse kochen, wird die Mehrheit der Fasern aufgelöst, und gerade das verursacht, dass unser Körper die enthaltenen Vitamine und Mikroelemente einfacher für sich nutzen kann.

Gekochte Karotten oder Kohl zum Beispiel verlieren zwar einen Teil ihrer Vitamine, aber gleichzeitig ist der verbleibende Rest an Vitaminen und Spurenelementen für den menschlichen Körper leichter verfügbar als beim Verzehr von rohem Gemüse.

Die Meinung, dass nur Rohkost gesund und wertvoll sei, ist also ein riesiges Missverständnis. Sie unterstützt eher nur die Tatsache, dass wir keine Lust haben zu kochen, es geht auch schneller und einfacher, alles roh zu verzehren, und Restaurants sparen pro Jahr eine Menge an Strom.

Prof. Richard Wrangham, ein amerikanischer Anthropologe, ist von der positiven Wirkung des Kochens und Backens auf den menschlichen Körper fest überzeugt. Erst seit der Mensch in der Frühzeit die Gewohnheit entwickelte, Speisen vor dem Verzehr zu erhitzen, begann sich unser Gehirn rasant zu entwickeln! Kurz gesagt: Das Gehirn bekam nun endlich eine ausreichende Portion nahrhafter Substanzen, die ihm früher eine „Affen-Diät“ nicht gewährleisten konnte. ☺

Quelle: Matrix3000 Sonderheft Gesundheit 2011