03/31/2011 07:28

Die Odyssee der Zahnheilung

Category: Gesundheit
By: Ralf Lehnert

Zahnheilungsmythen - Was wirklich hilft

Folgende Gedanken haben mir stets geholfen, gesund zu sein:

  • Die Verdrehung eines Sprichwortes: In einem gesunden Geist wohnt ein gesunder Körper.
  • Wenn Gott, der Geist, heil ist, so bin ich es, als seine Emanation, sein „Kind“, Gedanke oder Traum auch.
  • Die Trennung zwischen Krankheit und Heilmittel muss aufgehoben werden.

Egal, ob es sich dabei um Einsichten oder Suggestionen handelt, egal, ob sie logisch sind oder nicht, sie haben meiner Gesundheit immer gut getan - bis auf meine Zähne, die sich meiner geistigen Einflussnahme zu widersetzen schienen.

Das ist auch wenig verwunderlich, wenn man der allgemeinen Hartnäckigkeit von Zahnerkrankungen in unserem Kulturkreis eingedenk ist. 95 Prozent der Bevölkerung leiden an kariösen Erkrankungen. In den 70er Jahren waren es sogar noch 99 Prozent. Damals suchte ein Professor der Münchner Universitätszahnklinik fast vergeblich nach einem über 30jährigen mit einem intakten Gebiss. Erst nach einigen Jahren, nachdem er bereits sämtliche bayerischen Zahnärzte angeschrieben und eine Prämie von tausend Mark ausgesetzt hatte, fand er einen betreffenden 36 Jahre alten Mann.

Der Geist herrscht über die Materie, aber nicht über die Zähne

Das einzige, was ich durch meine geistige Disziplin einmal erreichen konnte, war, den unerträglichen Schmerz eines angegriffenen Wurzelnervs auszuhalten, indem ich - vor allem des nachts - voll in den Schmerz hineinging, ja geradezu auf ihn meditierte und eins mit ihm wurde. Nach wenigen Tagen war der Schmerz spurlos verschwunden. Doch es währte nicht lange, bis sich mein Triumph als Scheinerfolg entpuppte. Als sich plötzliche Druck- und Entzündungsbeschwerden bemerkbar machten, suchte ich doch meine Zahnärztin auf, die mir eröffnete, dass mein Wurzelnerv „Selbstmord“ begangen hätte. Na immerhin. Mit meinen Bestrebungen bewege ich mich übrigens in illustrer Gesellschaft: Der spirituelle Schriftsteller Gustav Meyrink berichtet (in seinem Aufsatz „Die Verwandlung des Blutes“): „Bekam ich Zahnschmerzen, so ging ich nicht sogleich zum Zahnarzt, sondern versuchte zuerst ein paar Tage, sie mir durch allerhand Suggestivmethoden zu vertreiben, denn ihre ‚Bedeutung‘ schien mir zu sein: lerne, Herr über deinen widerspenstigen Körper zu werden! Gerade jene erbärmlichen Leiden, hervorgerufen durch einen fadendünnen Nerven, schienen mir das geeignetste Versuchsfeld, mich in Willensstählung zu üben. Ich war damals, wie wohl jeder Mensch, in dem Wahne befangen, das Wort ‚ich will‘ könne die Sterne vom Himmel reißen.“

Die häufigsten Zahnheilungsmythen

Bevor wir zu denjenigen Tipps kommen, die tatsächlich hilfreich sind, will ich mit den vier häufigsten Zahngesundungsmythen aufräumen. Denn leider hält nicht alles, was wir über Zahntherapie, wenn auch noch so oft, zu lesen und - auch von Zahnärzten und Kieferorthopäden - zu hören bekommen, wissenschaftlichen Untersuchungen stand.  

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Quelle: Matrix3000 Sonderheft Gesundheit 2011

 

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