03/28/2013 15:13

Zeit zum Schlafen

Category: Gesundheit
By: Grazyna Fosar / Franz Bludorf

Professor Edward Bixler, Psychiater an der Penn State University, hat bei der Analyse aktueller epidemiologischer Daten zu seiner Überraschung festgestellt, dass die Bewohner von Europa und Amerika durchschnittlich eine Stunde weniger schlafen als noch vor 20 Jahren. Eine Gruppe finnischer Wissenschaftler hat nachgewiesen, dass Personen, die notorisch die Nächte zum Tag machen, kürzer leben. Diese Untersuchung hatte sich über 22 Jahre hingezogen. Es wurden 10.000 Zwillingspaare beobachtet. Es wurde nach der Qualität des Schlafs gefragt, nach der Schlafdauer sowie eventueller Einnahme von Medikamenten. Die Ergebnisse der Studie wurden mittlerweile publiziert. Sie zeigen, dass Menschen, die weniger als sieben Stunden pro Tag schlafen, bereits eine Risikogruppe bilden. Sie leben statistisch einige Jahre weniger als die „Ausgeschlafenen“. Schlafmangel nimmt uns auch die Freude am kommenden Tag. Die Lebensqualität nimmt ab, und zwar stärker als bei einer Depression.

Heutzutage sind Mediziner der Ansicht, dass die durchschnittlich notwendige Schlafdauer des Menschen etwa sieben bis neun Stunden beträgt. Unser individuelles Optimum ist erreicht, wenn wir tagsüber einer längeren Tätigkeit konzentriert nachgehen können, ohne dabei schläfrig zu werden. Insofern ist vom medizinischen Standpunkt nicht die nächtliche Schlafdauer ein Maß für Gesundheit oder Krankheit, sondern nur, wie der Mensch sich am Tage fühlt. 

Weiterführende Literatur: Fosar/Bludorf: Intuitive Logik. Peiting 2010.

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Quelle: Matrix3000 Sonderheft Gesundheit 2013

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