12/20/2012 08:54

Die Top 10 des verlorenen Wissens

Category: Wissen
By: Franz Bludorf

Eine echte Stradivari aus dem Jahre 1732

Der geheimnisvolle Antikythera-Mechanismus

Telharmonium

Ein echtes Damaszener Schwert

Apollo-Raumkapsel der NASA im Orbit

Darstellung von Silphium auf einer Cyrenaischen Golddrachme

10. Die Stradivari-Violine

Die berühmtesten Geigen der Welt wurden von der Stradivari-Familie etwa zwischen 1650 und 1750 hergestellt. Bis heute gilt ihr Klang als unübertroffen, und wenn ein heutiger Virtuose auf einer echten Stradivari spielen will, muss er etliche hunderttausend Euro hinblättern. Ein vergleichbares Instrument könnte heute nicht mehr gebaut werden. Antonio Stradivari, der Stammvater der Familie, hatte das Geheimnis an seine Söhne weitergegeben, die es dann mit ins Grab nahmen. Ob das verwendete Holz oder der Lack entscheidend waren, darüber streiten die Experten bis heute.

9. Nepenthe

Hierbei handelt es sich um verlorenes Wissen aus dem antiken Rom und Griechenland, ein pflanzliches Antidepressivum, das „die Sorgen verjagen konnte“. In vielen Werken der griechischen Literatur, etwa in Homers Odyssee, ist die Verwendung des Medikaments erwähnt. Heute weiß niemand mehr, woraus es bestand.

8. Der Antikythera-Mechanismus

Der Antikythera-Mechanismus ist eines der mysteriösesten archäologischen Artefakte. Im 19. Jahrhundert wurde er vor der griechischen Insel Antikythera aus dem Meer geborgen, wo er seit dem 1. oder 2. Jahrhundert v. Chr. gelegen hatte. N i e m a n d hat bis heute verstanden, wozu er diente, möglicherweise als ein mechanischer Computer. Es hat bis zum 14. Jahrhundert n. Chr. gedauert, bis die Menschheit wieder einen ähnlichen technischen Stand erreicht hatte.

7. Das Telharmonium

Das Telharmonium gilt als das erste elektronische Musikinstrument der Geschichte. Es wurde 1897 entwickelt und glich einer großen Orgel, deren Töne über Kabel an Lautsprecher weitergeleitet wurden. Mit Hilfe von Tasten und Pedalen konnte der Musiker auch die Klänge anderer Instrumente nachahmen. Doch das Gerät erwies sich als seiner Zeit zu weit voraus. Nach anfänglichem Interesse verschwand das Telharmonium wieder in der Versenkung. Heute existieren nicht einmal mehr Tonaufnahmen von ihm.

6. Die Bibliothek von Alexandria

Gegründet um 300 v. Chr., beherbergte die Bibliothek praktisch die Gesamtheit des damaligen Wissens. Die Größe der Sammlung ist unbekannt, man schätzt sie auf eine Million Schriftrollen. Durch mehrere Brände im ersten und zweiten Jahrhundert n. Chr. wurde die Bibliothek vollständig vernichtet.

5. Damaszener Stahl

Stahlklingen aus Damaskus waren ein unüberwindlich stabiles Metall, das im Mittelalter bis ins 17. Jahrhundert im Nahen Osten sehr verbreitet war. Mit einem Damaszener Säbel konnte man, so hieß es, Felsen spalten. Die Technologie, den Stahl auf Damaszener Art herzustellen, geriet irgendwann um 1750 in Vergessenheit. Eventuell benötigte man eine spezielle Art von Eisenerz, das nicht mehr gefunden wurde. Heutige Wissenschaftler und Techniker sind nicht mehr in der Lage, Stahlklingen herzustellen, die den Damaszener Klingen vergleichbar wären.

4. Apollo-Gemini-Raumfahrtprogramm

Sie schafften es angeblich bis zum Mond und zurück, doch geblieben sind davon nur Erinnerungen. Noch immer stehen zwei alte Saturn- V-Raketen herum, und einige Teile der Raumkapseln sind auch noch vorhanden. Doch kein heutiger Wissenschaftler weiß mehr, wie man die damaligen Raketen und Raumschiffe daraus bauen könnte. Der Stress des Wettlaufs zwischen NASA und UdSSR führte dazu, dass über die damaligen Forschungen unzureichend Buch geführt wurde. Viele elektronische Datenträger der damaligen Zeit sind heute nicht mehr lesbar.

3. Silphium

Diesen Namen trug eine pflanzliche Wunderdroge der alten Römer, die vor allem zur Geburtenkontrolle verwendet wurde. Sie wurde aus der Blüte eines Krauts hergestellt, das an einem bestimmten Küstenabschnitt des heutigen Libyen wuchs. Das Medikament half angeblich auch gegen Warzen, Fieber, Verdauungsstörungen u. a. Frauen wurden nicht schwanger, wenn sie nur alle paar Wochen einmal Silphiumsaft tranken. Um welche Pflanze es sich handelte, ist nicht mehr feststellbar, obwohl es sogar bildliche Darstellungen gibt. Möglicherweise wurde das Kraut so extensiv genutzt, dass es damals ausgestorben ist.

2. Römischer Zement

Heutige Rezepte für Mörtel und Zement gehen auf das 18. Jahrhundert zurück, aber bereits in der Antike wurde von Persern, Ägyptern, Assyrern und Römern ebenfalls Zement benutzt. Ihre Gebäude haben sich teilweise bis heute erhalten, was man von heutigen Häusern nicht erwarten kann. Als Europa nach der Völkerwanderung für einige hundert Jahre in ein „dunkles Zeitalter“ eintrat, ging das Rezept verloren. nutzt, dass es damals ausgestorben ist.

1.Griechisches Feuer

Hierbei handelte es sich um eine gefürchtete Kriegswaffe der Antike. In Byzanz wurde es bis ins 11. Jahrhundert verwendet. Man beschoss die Feinde damit wie mit Molotow-Cocktails, es gab aber auch schon mechanische Flammenwerfer. Das moderne Gegenstück, Napalm, wurde erst in den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt. Die antike Rezeptur ist verlorengegangen. 

Quelle: Matrix3000 Band 73