08/30/2012 11:03

Kontroverse um Organspenden

Category: Gesundheit
By: Maria Schwach

Organspendeausweis

Organe werden nur Lebenden entnommen – niemals Toten!

Es gibt viele Gründe dafür, dass man Organspender wird, und wir hören sie fast tagtäglich in den Medien. Von Menschen, die überleben könnten, wenn es mehr Organspender gäbe, von Schicksalen, deren Chance ein fremdes Organ ist und die es nicht mehr rechtzeitig bekommen. Und die Zahl derer, die warten müssen, geht in die Tausende. Es ist kein Einzelschicksal mehr. Warum aber stoßen Organspende und das neue Gesetz immer noch auf so viel Vorbehalte?

Viele Menschen fühlen sich nicht genug und sachgerecht informiert. Sie empfinden es, als wenn man ihnen kaum eine Wahl lassen würde. Zu massiv und einseitig erfolgen die Informationen. Man fühlt sich manipuliert. Der Staat will die Bürger zu häufigeren Organspenden bewegen. Jedoch die Gefahren und alle Gründe, die dagegen sprechen, werden verheimlicht. Da der von Schulmedizinern angegebene Bedarf an Transplantationen von Organen das Angebot der Organspender bei weitem übersteigt, wird in der BRD ständig für Organspenden geworben. Nach monatelangem Tauziehen haben sich Fachpolitiker aller Fraktionen des Deutschen Bundestags am 25.05.2012 auf eine gesetzliche Neuregelung der Organspende geeinigt. Künftig sollen alle Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren regelmäßig von ihren Krankenkassen per Post angeschrieben, über die Organspende (einseitig zugunsten der Befürworter) informiert und zur Abgabe einer Erklärung aufgefordert werden. Erstmalig soll dies schon in diesem Jahr geschehen, ein weiteres Mal in zwei Jahren. Nach der Aufforderung im Jahr 2017 alle fünf Jahre.

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Quelle: Matrix3000 Band 71

 

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