04/28/2005 07:06

Quo vadis, Vatikan?

Category: Politik
By: Grazyna Fosar / Franz Bludorf

Aktiv in Sachen "Projekt Fatima": Papst Johannes Paul II. im Gespräch mit Michail Gorbatschow...

... und mit Polens Staatschef Wojciech Jaruzelski.

Der Code der Weltgeschichte

Die Medien der Welt nahmen kaum Notiz davon. Am 13. Februar 2005 wurde eine einfache Klosterzelle in einem Kloster in Coimbra (Portugal) versiegelt, auf Anweisung des Chefs der heiligen Glaubenskongregation des Vatikan, Joseph Kardinal Ratzinger (des späteren Papstes Benedikt XVI.). Alle in der Zelle vorhandenen Dokumente, Tagebücher und sonstigen Unterlagen überstellte man den Geheimarchiven des Vatikan. Warum diese Eile, und warum machte man aus den Aufzeichnungen einer verstorbenen Nonne ein Staatsgeheimnis? Es handelte sich nicht um irgendeine Nonne, sondern um die letzte Überlebende der drei Seherkinder von Fatima, Schwester Lucia dos Santos. Der erste Blick kann täuschen, denn die ganze Angelegenheit hat nichts mit religiösen oder theologischen, ja nicht einmal mit kirchenpolitischen Fragen zu tun. Die Geheimnisse von Fatima bildeten ein Programm, das die Weltgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts steuert.

Eigentlich war die Fatima-Thematik seit Juni 2000 aus den Schlagzeilen der Weltpresse verschwunden. Anläßlich des dritten Papstbesuches in Fatima veröffentlichte der Vatikan damals den Inhalt des dritten Geheimnisses, über dessen Inhalt jahrzehntelang spekuliert worden war. Auf einer Pressekonferenz versicherten Kardinal Ratzinger und Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano den versammelten Journalisten, damit seien alle Materialien im Zusammenhang mit den Ereignissen von Fatima offengelegt. Heute muß man aber fragen: Wirklich alle?

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Quelle: Matrix3000 Band 27

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