02/27/2014 16:08

Beweist die Quantenphysik ein Leben nach dem Tode?

Category: Wissen

Robert Lanza, Professor an der Wake Forest University School of Medicine in North Carolina, ging jetzt mit einer provozierenden Hypothese an die Öffentlichkeit. Seiner Meinung nach glauben die Menschen an den Tod nur, weil sie dazu erzogen wurden. Der Tod sei lediglich eine Erfindung unseres Bewusstseins und könne nach den Erkenntnissen der modernen Physik gar nicht existieren. Die klassische Wissenschaft hatte immer geglaubt, dass das Leben aus der Materie entstanden sei, und dass Bewusstsein letztendlich von den kohlenstoffbasierten Biomolekülen unseres Körpers hervorgebracht wurde. Nach dieser Ansicht leben wir eine Zeitlang auf Erden, dann stirbt der Körper und verrottet in der Erde, und mit ihm dann natürlich auch das Bewusstsein. Die Quantenphysik lehrt uns jedoch, so Lanza, dass es genau umgekehrt gewesen sein muss.

Das Universum, wie wir es kennen, ist ein Produkt unserer Wahrnehmung. Letztendlich war also das Bewusstsein zuerst da, und die Materie wurde erst durch Bewusstseinsaktivitäten erschaffen. Zur Begründung führt Lanza das Prinzip der quantenphysikalischen Dualität an. Materie existiert in einer seltsamen Doppelnatur, zugleich Masse und im Raum ausgebreitete Welle zu sein - solange sie von niemandem beobachtet wird. Verfestigte Materie, wie wir sie kennen, kann daher nur als Sekundäreffekt durch den Vorgang des Beobachtens entstehen. In welcher Form wir dann das Universum wahrnehmen, ist im Grunde nur eine Bewusstseinskonvention und damit anerzogen. Wir sehen das, was man uns beigebracht hat zu sehen. Wenn das Bewusstsein aber eine Vorbedingung für die Entstehung "klassischer" Materie ist, kann es nicht aus ihr heraus entstanden sein und auch nicht mit ihr "sterben". Robert Lanza hat seine Theorie des "Biozentrismus" in seinem gleichnamigen Buch ausführlich erläutert.