12/22/2011 11:49

Mysteriöse Strahlung über Europa entdeckt

Category: Ökologie

Ruine des Reaktors in Fukushima

Im November 2011 wurden in der Atmosphäre über Europa Spuren von Jod-131 entdeckt, eines radioaktiven Elements, das bei der Detonation von Atomwaffen oder bei Störfällen in Kernkraftwerken entsteht. Die radioaktive Strahlung wurde erstmals von der tschechischen Atomsicherheitsbehörde nachgewiesen. In einem Bericht an die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) konstatierten die Tschechen, ähnliche Spuren seien auch in anderen Regionen Europas nachweisbar gewesen. Wie die IAEA mitteilte, sei die Strahlenbelastung derzeit nicht hoch genug, um eine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung darzustellen, doch man wisse immer noch nichts über den Ursprung der Strahlung. Wo genau das radioaktive Jod außerhalb der Tschechischen Republik noch registriert wurde, teilte die Behörde ebenfalls nicht mit. Einen Zusammenhang mit der Reaktorkatastrophe von Fukushima streitet die IAEA bislang ab, obwohl in der Umgebung von Fukushima über dem Pazifik hohe Dosen von Jod-131 festgestellt wurden. Auch die tschechischen Behörden hätten lediglich mitgeteilt, die Quelle sei „vermutlich von außerhalb des Territoriums der Tschechischen Republik.“ Die US-Umweltschutzbehörde erklärt auf ihrer Webseite, Jod-131 entstehe überall, wo mit nuklearem Brennstoff hantiert wird, und es gebe immer eine Gefahr, dass die Strahlung in die Umwelt entweiche. Dies könne auch von beschädigten Kernbrennstäben bei kleineren Störfällen der Fall sein, dann jedoch natürlich nicht über ganz Europa verbreitet. Die Halbwertszeit von Jod-131 ist relativ gering (ca. 8 Tage). In höheren Dosen kann die Strahlung die menschliche Schilddrüse schädigen.

Quelle: Matrix3000 Band 67