12/22/2011 11:57

Name „Jesus“ in Pakistan „anstößig“

Category: Gesellschaft

Koranschule in Pakistan

Islamische Länder – insbesondere auch die Türkei – werfen oft Deutschland und anderen christlich geprägten europäischen Staaten vor, muslimische Mitbürger zu diskriminieren. Sie verschweigen dabei, dass die Situation der Christen in vielen islamischen Ländern meist wesentlich prekärer ist. In Pakistan z. B. hat die staatliche Telekommunikationsbehörde PTA den Mobilfunkanbietern des Landes eine Liste mit rund 1500 Wörtern zukommen lassen, die nicht in SMS- und MMS-Kurznachrichten vorkommen dürfen, da sie als „anstößig“ gelten. Die Mobilfunkanbieter sind gesetzlich verpflichtet, jede Kurznachricht nach den Wörtern von dieser Liste zu durchsuchen und ggf. die Übertragung der Nachricht zu stoppen. Neben „unzüchtigen“ und „beleidigenden“ Wörtern, die sexuelle Beziehungen oder bestimmte Körperteile bezeichnen, enthält die Liste auch den Namen „Jesus Christus“. Dies ist nicht nur eine Beleidigung der Christen in Pakistan (ca. 1,6% der Bevölkerung = 2,8 Millionen), sondern zeigt auch, dass diese Liste von Fanatikern erstellt wurde, die ihre eigene Religion nicht ausreichend kennen. Jesus Christus wird auch von gläubigen Muslimen als zweithöchster Prophet nach Mohammed verehrt. Gleichzeitig wird in Pakistan Blasphemie bzw. eine Beleidigung des Propheten Mohammed mit lebenslanger Haft oder sogar mit dem Tode bestraft.

Quelle: Matrix3000 Band 67