02/28/2013 13:30

Die größten wissenschaftlichen Irrtümer

Category: Wissen

Erst Sensationsmeldung, dann Lachnummer – die „überlichtschnellen Neutrinos“ des Opera-Projekts

Dass auch Wissenschaftler nur Menschen sind und Fehler machen können, ist klar. Neu ist jedoch, dass über die größten wissenschaftlichen Irrtümer sogar Buch geführt wird. Die US-Mikrobiologen Ferric C. Fang, R. Grant Steen und Arturo Casadevall haben hierüber eine Studie in den Proceedings of the National Academy of Sciences der USA veröffentlicht. Hier einige Kostproben: Wissenschaftler des Kernforschungszentrums CERN in Genf hatten behauptet, der Opera-Detektor habe überlichtschnelle Neutrinos entdeckt. Matrix3000 berichtete darüber in Band 66. Bereits damals hatten wir die Meldung eher skeptisch gesehen. Inzwischen folgte eine ganz banale Erklärung: Eines der optischen Glasfaserkabel steckte nicht fest in seinem Anschluss. Als man es befestigt hatte, benahmen sich die Neutrinos plötzlich wieder ganz normal… Auch die angebliche Entdeckung des Higgs-Bosons am Large Hadron Collider in Genf entpuppte sich als sensationsheischender Schnellschuss, der sich bald in Luft auflöste (siehe auch Matrix3000 Band 71). Im Internet kursierte ein Video, in dem ein CERN-Sprecher die Entdeckung des „Gottesteilchens“ bekanntgab. Wenig später verschwand es wieder in der Versenkung. CERN sagt heute, es sei eines von vielen alternativen Videos gewesen, die man vorsorglich für die möglichen unterschiedlichen Resultate des Experiments produziert hatte. Es sei versehentlich veröffentlicht worden.

Quelle: Matrix3000 Band 74