02/28/2013 13:48

Voyager 1 auf dem „magnetischen Highway“

Category: Wissen

Voyager 1 erreicht den magnetischen Highway.

1977 hatte die NASA die beiden Weltraumsonden Voyager 1 und Voyager 2 ins All geschossen, um die äußeren Planeten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun zu erforschen. Anschließend, das war klar, würden beide Sonden auf ihrer Bahn das Sonnensystem verlassen, doch niemand rechnete damit, dass es möglich sein würde, dann noch Daten von ihnen zu empfangen. Aber Voyager 1 und 2 senden und senden und senden… und ermöglichen den Wissenschaftlern atemberaubende Einblicke in absolutes Neuland, in die noch keines Menschen Auge geblickt hat. Erstmals kann die Menschheit erfahren, wie es „da draußen“ wirklich aussieht.

Neueste Entwicklung: Voyager 1 hat eine Region erreicht, in der das Magnetfeld unserer Sonne auf die Magnetfeldlinien des interstellaren Raums trifft. Es ist der letzte Bereich, den man im weitesten Sinne noch als Grenze unseres Sonnensystems bezeichnen kann. Die elektrisch geladenen Teilchen des Sonnenwindes, die sich innerhalb des Sonnensystems noch in alle Richtungen ausbreiten, reihen sich in dieser Gegend wie auf einem Autobahnzubringer ein, wo sie auf Partikel des interstellaren Windes treffen, die sich ebenfalls auf diesen „magnetischen Highway“ begeben, wie die Wissenschaftler die Region jetzt genannt haben (siehe hierzu auch die Abbildung). Der magnetische Highway ist etwa 18 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt, und die Radiosignale von Voyager 1 brauchen trotz Lichtgeschwindigkeit rund 17 Stunden, um die Erde zu erreichen.

Quelle: Matrix3000 Band 74