10/01/2014 12:14

Ebola-Serum für Auserwählte

Category: Politik

Ebola-Virus

+++ Aktualisierte Meldung +++

„Ebola kann das in drei Monaten regeln.“ Aussage des französischen Front-National-Gründers Jean-Marie Le Pen im Europawahlkampf 2014 zum Thema Überbevölkerung. Seine Partei erhielt rund 25 Prozent der Stimmen.

Ein Ebola-Ausbruch in den westafrikanischen Staaten Guinea, Sierra Leone und Liberia entwickelte sich im Frühsommer 2014 zum größten der Medizingeschichte. Laut einer Stellungnahme der Weltgesundheitsorganisation WHO geriet die Epidemie „außer Kontrolle“. Es gab in den betroffenen Ländern bereits Hunderte von Toten. Ebola verläuft zu über 90 Prozent tödlich, es gab aber bislang keine Epidemien in dieser Größenordnung. Die Erkrankten starben normalerweise zu schnell, um eine nennenswerte Anzahl von Menschen anzustecken. Diesmal erkrankten sogar Ärzte, die biologische Schutzanzüge trugen. Hat das Ebola-Virus womöglich mutiert und ist dadurch gefährlicher geworden?

Im Juli warnte die WHO vor einer weltweiten Ebola-Epidemie. Offiziell existiert weder eine Impfung noch eine Therapie gegen die Seuche. Doch seltsamerweise forderten Experten bald den Einsatz von - wie sie behaupten - „nur wenig getesteten Medikamenten“.

Wie sich herausstellte, existiert ein solches Medikament tatsächlich - ein Antikörper-Cocktail mit Namen ZMapp -, allerdings waren in Liberia nur zwei Dosen verfügbar - die beide für medizinisches Fachpersonal aus den USA reserviert waren. Einer - der US-Arzt Kent Brantley, der sich in Liberia mit Ebola angesteckt hatte - wurde nach Verabreichung seiner ZMapp-Dosis in die USA ausgeflogen - nach Atlanta! Presseberichten zufolge wurde er gerettet. Für die Menschen in Westafrika aber ist das Medikament nicht verfügbar. Sie bleiben Todgeweihte.

Das sensationelle Ebola-Medikament wurde schnell zur Chefsache. Auf dem USA-Afrika-Gipfel sagte Barack Obama, man würde es nicht weiter einsetzen, erst seien noch Tests und behördliche Genehmigungen erforderlich. Für Amerikaner galt das offenbar nicht. Sie durften weiterleben.

Quelle: Matrix3000 Band 83

Aktualisierung 31.8.2014:

Kanadischen Wissenschaftlern ist laut einem Bericht von n-tv ein Durchbruch bei der Entwicklung eines Ebola-Serums gelungen. Im Tierversuch gelang mit einer weiterentwickelten Variante des ZMapp-Serums eine hohe Heilungsrate an Affen. "In Notfällen" soll das Medikament auch an Menschen eingesetzt werden und eine 50-prozentige Überlebenschance sichern. Allerdings wurde das Serum nicht auf der Basis des in Westafrika aufgetretenen Ebola-Typs entwickelt. fb

Aktualisierung 25. 9. 2014:

Russische Wissenschaftler haben einen Impfstoff gegen den Ebola-Virus entwickelt. „Es gibt allen Grund zur Annahme, dass der Impfstoff in absehbarer Zeit für die Ebola-Prophylaxe verfügbar sein wird", sagte Anna Popowa von der russischen Verbraucherschutzbehörde Rostrebnadzor, ohne jedoch einen konkreten Termin zu nennen. Aktuell ist in Guinea ein Team von russischen Epidemiologen und Virologen tätig, dem ein mobiles Virenforschungslabor zur Verfügung steht. Die russischen Spezialisten arbeiten zudem im Donka-Krankenhaus in Conakry, der Hauptstadt von Guinea. Dies geschieht in enger Kooperation mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Organisation Ärzte ohne Grenzen.

Quelle: Russia beyond the Headlines

Aktualisierung 1. 10. 2014:

Erster bestätigter Ebola-Fall außerhalb Westafrikas: Im Texas Health Presbyterian Krankenhaus in Dallas liegt derzeit ein Texaner auf der Isolierstation, der sich in Liberia mit Ebola angesteckt hat. Im Gegensatz zu den bisherigen Verdachtsfällen in den USA und Europa, bei denen jeweils bald Entwarnung kam, ist dieser Erkrankungsfall offiziell bestätigt.

Quelle: T-Online