02/26/2015 07:59

Der letzte Dalai Lama

Category: Politik
By: Franz Bludorf

Es ist nicht leicht, heute als Staatsführer zu inkarnieren!

Dass Könige zuweilen zu Lebzeiten abdanken, zu Gunsten ihrer Söhne oder Töchter, ist heutzutage schon fast alltäglich geworden. In den letzten zwei Jahren taten dies gleich drei von ihnen – Beatrix der Niederlande, Albert II. von Belgien und Juan Carlos I. von Spanien. Die „ewige Elizabeth“ natürlich nicht. 2013 wurden wir sogar mit etwas viel Überraschenderem konfrontiert – der Abdankung eines Papstes. Der Amtsverzicht Benedikts XVI. war ein seit 700 Jahren beispielloser Vorgang.

Wer sich nicht vorstellen kann, dass sich das noch toppen ließe, der könnte schon bald eines Besseren belehrt werden. Es gibt eine Führungspersönlichkeit auf der Welt, deren Amt weder durch Vererbung noch durch Wahl bestimmt wird. Nach der religiösen Vorstellung der Tibeter ist der Dalai Lama – ihr geistiges Oberhaupt – seit rund 500 Jahren immer derselbe. Stirbt er, so reinkarniert er sofort wieder im Körper eines neugeborenen Kindes, und es ist Aufgabe der tibetanischen Mönche, dieses Kind zu finden und auf den Thron zu setzen. Doch selbst mit dieser uralten Tradition könnte in absehbarer Zeit gebrochen werden.

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