02/26/2015 10:06

Gicht - was schadet, was hilft?

Category: Gesundheit

Wer denkt, die Gicht sei eine Krankheit, die in früheren Jahrhunderten alte Leute befiel, wenn sie in zu schlecht geheizten und feuchten Wohnungen hausten, der irrt. An Gicht erkranken auch heute noch Menschen, vorrangig Männer ab dem 40. Lebensjahr, und mit den Wohnbedingungen hat sie auch nichts zu tun. Gicht ist vielmehr eine Stoffwechselkrankheit. Durch übermäßige Ablagerung von Harnsäurekristallen in den Gelenken schwellen diese schmerzhaft an.

Da meist zuerst die Füße, vor allem die Zehengelenke befallen werden, sind Schmerzen z. B. im großen Zeh, ein erstes Warnzeichen.

Harnsäure wird - wie der Name schon sagt - normalerweise mit dem Urin ausgeschieden. Schafft der Körper dies nicht, ist es ein Hinweis auf Ernährungsfehler, weil der Mensch zu viel purin- (harnsäure-) haltige Nahrung zu sich nimmt. Die Substanz ist vor allem in Fleisch und Schalentieren reich enthalten, aber auch in Hülsenfrüchten. Gichtkranke sollten also den Konsum dieser Lebensmittel einschränken, ebenso auf Alkohol und fruchtzuckerhaltige Softdrinks nach Möglichkeit verzichten, wodurch bereits eine Erleichterung erwirkt werden kann. Die Ernährung sollte mineralstoffreich sein, um den Säure-Basen-Haushalt zu regulieren. Milch, Getreide, Obst und Reis sind purinarm, auch Kaffee und Tee können problemlos konsumiert werden. Bei nicht zu schlimmen Fällen kann durch Ernährungsumstellung eine weitgehende Linderung erreicht werden, so dass auf Medikamente verzichtet werden kann.

Quelle: Matrix3000 Band 86