04/30/2015 09:39

Apple in Eden

Category: Politik
By: Grazyna Fosar / Franz Bludorf

Sklavenarbeit für das neue iPhone

Den ersten Apple der Menschheitsgeschichte besaß Adam, und er erhielt ihn von Eva als Geschenk. Damit konnte man zwar noch keinen Facebook-Status aktualisieren, aber Adam biss unvorsichtigerweise hinein (oder hat er geklickt?), und das Schicksal nahm seinen Lauf. Fortan musste Adam, wie uns die Bibel berichtet, zur Strafe seinen Lebensunterhalt „im Schweiße seines Angesichts“ verdienen.

Heute ist es nicht viel anders, bloß umgekehrt. Der Schweiß kommt schon vor dem Apfel...

Ein Millionenheer von Menschen, über die ganze Welt verteilt, muss schuften, um Apple-Geräte überhaupt produzieren zu können. Und das unter skandalösen Sklavenhalterbedingungen, die der liebe Gott seinerzeit, so sauer er über den Apfel auch gewesen sein mag, bei der Vertreibung aus dem Paradies nicht einmal Adam und Eva zugemutet hätte.

Wie es im Alten Testament weiterging, ist allseits bekannt. Irgendwann kam Moses und erhielt von Gott die zehn Gebote, damit die Menschheit weiß, wie sie sich zu benehmen hat. Aber damit genug von der Bibel. Heute geht es um Apple, seine chinesischen Zulieferer, und aus den zehn Geboten wurden die „siebzehn gebrochenen Versprechen“.

Leseprobe

Vollständiger Artikel in Matrix3000 Band 87

 

Matrix3000 Band 87 als E-Paper-Download