04/30/2015 13:16

Irlands Bermuda-Dreieck

Category: Mystery

Alle Frauen waren jung, und selbst mit den umfangreichsten Ermittlungen der Polizei war es nicht möglich, auch nur die geringsten Spuren von einer von ihnen zu entdecken. Eines hatten sie gemeinsam: Sie waren zuletzt in „Irlands Bermuda- Dreieck“ gesehen worden, einer Region, die ungefähr die Fläche der Provinz Leinster im Osten der Insel abdeckt, in der auch die Hauptstadt Dublin liegt. Seit 1993 sind in Irlands Bermuda-Dreieck offiziell sechs Frauen - inoffiziell sogar neun - spurlos verschwunden. Die erste von ihnen hieß Annie McCarrick. Sie war eine kontaktfreudige und lebensfrohe junge New Yorkerin, die in Dublin studierte. Eines Tages im Jahre 1993 wollte sie für ihre Freunde eine Dinner-Party veranstalten, doch als ihre Gäste erschienen, war sie nicht da. Nachforschungen ergaben, dass sie bereits einige Tage zuvor ihren Gehaltsscheck für ihren Studentenjob nicht abgeholt hatte. Polizeiliche Ermittlungen ergaben, dass sie zuletzt in Johnny Fox‘s Pub in Enniskerry in der Grafschaft Dublin in Begleitung eines jungen Mannes lebend gesehen wurde. Aussagen ihrer Freunde zufolge war Annie zu jener Zeit „Single“. War sie einem Serienkiller begegnet? Aber selbst in solchen Fällen sind meist sterbliche Überreste oder irgendwelche anderen Indizien auffindbar. Selbst als die Polizei eine Belohnung von 10.000 € aussetzte, erhielt man keine weiteren Hinweise.

Im gleichen Jahr wie Annie McCarrick verschwand auch die 40jährige Eva Brennan, nachdem sie eines Abends das Haus ihrer Eltern verlassen hatte. Seit Januar 1994 wird Imelda Keenan vermisst, das bislang jüngste Opfer, zuletzt gesehen nahe der Lomarard Street in Waterford. Ein weiteres Jahr später verschwand die 21jährige Josephine Dollard. Sie wurde letztmals gesehen, als sie zwischen Dublin und Kilkenny ein Münztelefon benutzte. Seit 1998 vermisst: Die 18jährigen Ciara Breen und Deirdre Jacob. Der Fall der letzteren ist besonders mysteriös, da sie sich unmittelbar vor ihrem Verschwinden in unmittelbarer Nähe ihres Elternhauses aufgehalten hatte und dabei von Überwachungskameras aufgenommen wurde. Nachbarn sahen sie etwa 200 Meter vom Haus entfernt am Straßenrand stehen, um über den Fahrdamm nach Hause zu kommen. Und dann war sie in einem Moment fort - am helllichten Tag!

Leider sind Morde und Sexualverbrechen heute nichts Seltenes, doch eine derartige Häufung von Vermisstenfällen, bei denen nicht die geringste Spur auffindbar ist, ist ungewöhnlich, auch für die Ermittler der Polizei.

In Anbetracht der reichen keltischen Sagentradition fangen manche Menschen in Irland an, langsam nach den „etwas bizarreren“ Erklärungen zu suchen. Der keltische Kulturkreis ist reich an Legenden über „verborgenes Volk“ - Elfen, Zwerge, Gnome, denen auch nachgesagt wird, sie hätten zuweilen Menschen entführt und in ihr - für unsere Augen - unsichtbares Reich mitgenommen.

Quelle: Matrix3000 Band 87