06/25/2015 10:15

Wie starb Bin Laden wirklich?

Category: Politik

2. 5. 2011, Weißes Haus. Präsident Obama und sein Stab verfolgen die „Operation Neptune‘s Spear“.

Es war so etwas wie eine moderne Legende – die Operation „Neptune’s Spear“. Ganz allein, so die offizielle Lesart, also ohne Beteiligung der Pakistaner, die man vor Protesten aus der Bevölkerung schützen wollte, hätten US-Geheimdienste in unermüdlicher Kleinarbeit Terrorchef Osama Bin Laden ausfindig gemacht. Ein Kommando der Navy Seals tötete den Al-Kaida-Führer und nahm seinen Leichnam mit, der später an Bord des Flugzeugträgers USS Carl Vinson auf See bestattet wurde. Barack Obama und sein Stab sahen im Situation Room des Weißen Hauses per Videokonferenz zu. Für die meisten Amerikaner war das Unternehmen eine Heldentat, die den Nationalstolz der Bevölkerung gewaltig aufpolierte. Die meisten US-Bürger erinnern sich bis heute, was sie an jenem 2. Mai 2011 gemacht haben. Doch jetzt enthüllte der US-Reporter Seymour Hersh, der schon die amerikanischen Kriegsverbrechen von My Lai während des Vietnamkrieges aufgedeckt hatte, was sich bei der Tötung Bin Ladens wirklich abgespielt hatte.

Die erstaunliche Tatsache, dass die US-Geheimdienste es tatsächlich geschafft haben sollten, Bin Laden aufzuspüren, fiel als erstes in sich zusammen. Vielmehr war doch der pakistanische Geheimdienst ISI involviert. Für eine 25-Millionen-Dollar-Prämie rückte man den Aufenthaltsort heraus. Wie sich herausstellte, war Bin Laden bereits seit 2006 in jenem Haus Gefangener des pakistanischen Militärs gewesen.

Bei so viel Geld kann man Service erwarten. Die Pakistaner lieferten gleich eine DNA-Probe mit, die beweisen sollte, dass es tatsächlich Bin Laden war. Anstelle der abenteuerlichen Nacht-und- Nebel-Blitzaktion der Seals war es also lediglich eine Gefangenenübergabe zwischen befreundeten Armeen. Vier US-Spezialisten seien vier Tage lang im Haus Bin Ladens einquartiert gewesen. In der Nacht der Nächte machten sich die pakistanischen Bewacher unauffällig aus dem Staub, und die US-Boys schalteten den Strom ab. Das theatralische Seal-Szenario mit den Nachtsichtgeräten – nur für die Weltöffentlichkeit – konnte starten.

Auch die pathetisch inszenierte Seebestattung soll nur ein Schwindel gewesen sein. In Wahrheit hätten die Seals Bin Ladens Körper „in Teile geschossen“, diese in einen Leichensack gepackt und auf dem Rückweg vom Hubschrauber Stück für Stück wie Müll abgeworfen.

Seymour Hersh ist seit Jahrzehnten für seine guten Geheimdienstkontakte bekannt. Seiner Meinung nach hätten die USA Bin Laden mit Hilfe diplomatischer Kanäle und ohne Kampfeinsatz jederzeit bekommen können. Die spektakuläre Aktion sei nur inszeniert worden, um Obamas Wiederwahl 2012 zu sichern, so Seymour Hersh. Außerdem mochte man wohl nicht riskieren, ihn lebend in die USA zu bringen. Das Weiße Haus dementierte wütend. Jede andere Darstellung als die offizielle sei „falsch“, so der kurze und undifferenzierte Kommentar.

Quelle: Matrix3000 Band 88

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