06/25/2015 11:11

Der letzte seiner Art – bewacht vom Militär

Category: Wissen

Man kann dem Militär weltweit sicher eine Menge schlimmer Dinge nachsagen – manchmal jedoch betätigt es sich auch konstruktiv. Im Ol-Peteja-Reservat in der Steppe Kenias lebt derzeit das letzte männliche Exemplar einer vom Aussterben bedrohten Nashornart, des „nördlichen Breitmaulnashorns.“ Das Sperma dieses Bullen, den man auf den Namen „Sudan“ getauft hat, soll durch künstliche Befruchtung bei vier ebenfalls noch im Reservat lebenden weiblichen Tieren für Nachwuchs sorgen und so viel- leicht im letzten Moment die Art noch erhalten.

Die größte Gefahr droht Nashorn „Sudan“ nicht von Löwen oder anderen gefährlichen Tieren, sondern von skrupellosen Wilderern. Daher wird das Tier Tag und Nacht von Spezialeinheiten des kenianischen Militärs mit Nachtsichtgeräten und automatischen Waffen beschützt. Die Männer bilden einen Schutzring nach allen vier Himmelsrichtungen um das Tier.

Sein Horn ist in manchen Kreisen in Asien begehrter als Gold (siehe Meldung nächste Seite: „Die wertvollsten Materialien der Welt“). Um den unersetzlichen Nashornbullen für Wilderer zusätzlich uninteressant zu machen, hat man ihm vorsorglich das Horn abgesägt. Seiner Zeugungsfähigkeit tut das keinen Abbruch, und auf die Nashorn-Ladies kann er auch nicht „unattraktiv“ wirken, da sie ihn ohnehin nicht direkt zu Gesicht bekommen sollen.

Quelle: Matrix3000 Band 88

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