10/28/2015 08:05

Volkswagens dunkle Gegenwart

Category: Politik
By: Hanno Weber

Brasiliens Staatspräsidentin Dilma Rousseff, eine ehemalige Widerstandskämpferin gegen das Militärregime, setzte eine „Wahrheitskommission“ ein, um die Verbrechen der Junta zu dokumentieren. Dabei kamen erschreckende Fakten über den Volkswagen-Konzern ans Tageslicht. Mitarbeiter des örtlichen VW-Werks sollen aktiv an den Gräueltaten der Militärs beteiligt gewesen sein.

Exzesse beim Automobil-Giganten hatten von Anfang an Tradition

Dass der Volkswagen-Konzern – nach wie vor offiziell ein Aushängeschild angeblicher Solidität aus deutschen Landen – eine reichlich dunkle Vergangenheit hat, ist nicht unbedingt neu. Dass der zurzeit weltweit zweitgrößte Automobilhersteller aber nun auch von seiner dunklen Gegenwart eingeholt wird, das wurde erst kürzlich entlarvt.

Beide amerikanischen Kontinente waren daran beteiligt. Der Norden durch die Enthüllung des Abgas-Schwindels durch US-Behörden. Der Süden brauchte dazu nicht mal Abgase. Was Volkswagen in Brasilien anrichtete, stinkt von allein. Eine Regierungskommission enthüllte dort – im Volkswagenwerk São Bernardo do Campo wurden systematisch Mitarbeiter gefoltert. 

Diese Nachricht schockiert erst einmal. Um sie wirklich einordnen zu können, muss man die Geschichte von Anfang an kennen.

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