12/16/2015 13:44

König Abdullah II. von Jordanien: Der Dritte Weltkrieg ist bereits im Gange

Category: Politik

König Abdullah II. von Jordanien

Terroranschläge in Paris, Flüchtlingsströme nach Europa, alliierte Bombenangriffe auf den IS - in unseren Tagen ist Syrien Dreh- und Angelpunkt der Weltpolitik. Hierüber sprach Euronews-Korrespondentin Isabelle Kumar mit einem der geachtetsten Staatsführer des Nahen Ostens - König Abdullah II. von Jordanien. Matrix3000 zitiert an dieser Stelle einige der bemerkenswerten Aussagen des Monarchen.

Syrer und Jordanier konkurrieren um Arbeitsplätze in einem Land, in dem die 1,4 Millionen Flüchtlinge bereits rund 20% der Bevölkerung ausmachen. Für Jordanien, so der König, ist dies seit fünf Jahren Alltag, und man hält es für selbstverständlich. Er kritisierte, dass die Gebergemeinschaft der Welt ihre Zusagen gebrochen und nur ca. 35% der erbetenen Hilfsgelder gezahlt habe. Das fehlende Geld müsse Jordanien sich als kleines Land zu hohen Zinsen leihen. Das Land werde so für etwas verantwortlich gemacht, was nicht in seiner Macht lag.

Dadurch sei der jordanische Staat genötigt, Jahr für Jahr ein Viertel seines Staatshaushalts für Flüchtlinge auszugeben. Nicht nur, um sie zu ernähren. Nur die Hälfte der Flüchtlinge lebten in Lagern, der Rest habe sich längst über das ganze Land verteilt und bleibe im Schnitt 17 Jahre. Dies erfordere Investitionen in die Infrastruktur.

Jordanien sei ein stabiles Land mit schlagkräftiger Armee, so Abdullah II., es sei aber auch klein und auf Dauer wirtschaftlich nicht in der Lage, die Probleme ohne Hilfe der Weltgemeinschaft zu schultern.

Plädoyer für „Neue Weltordnung“

Die panische Reaktion Europas auf die zunehmenden Flüchtlingsströme sei ein Alarmsignal für die ganze Welt, besser zusammenzuarbeiten, fuhr der König fort. Der Syrien-Konflikt sei längst ein globaler Krieg, ein Dritter Weltkrieg, und der Schlüssel zur Lösung des Syrien-Problems liege in Moskau...

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