02/25/2016 09:36

Mein Name ist Ford - Henry Ford

Category: History
By: Henry Ford

Henry Ford gilt bis heute als Archteypus des „amerikanischen Traums“. Der Selfmade-Man wurde zwar nicht, wie oft behauptet wurde, „vom Tellerwäscher zum Millionär“ (in Wahrheit war er ursprünglich Farmer), doch die Tatsache bleibt, dass er durch Erfindergeist und geschickte Geschäftspolitik ein Weltunternehmen fast im Alleingang aufbaute. Sein Modell „Ford T“ blieb bis 1972, als es vom VW Käfer überrundet wurde, das meistverkaufte Automobil der Welt.

Gleichzeitig blieb sich Henry Ford stets seiner einfachen Herkunft bewusst, und so folgte seine Geschäftspolitik einer unternehmerischen Ethik, die heute, im Zeitalter des „Outsourcing“, der „Shareholder Values“ und der zügellosen Gier nach Selbstbereicherung schon fast exotisch anmutet. Weit über die damalige Gesetzgebung hinaus gewährleistete Ford seinen Angestellten menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen. So führte er als erster bereits 1914 den Achtstundentag ein und zahlte Stundenlöhne von fünf Dollar, was weit über dem damals üblichen Mindestlohn lag. Dies sollte man nicht außer Acht lassen, wenn man zur Kenntnis nimmt, dass Ford ein durchaus ambivalenter Charakter war, dessen Biographie auch dunkle Punkte aufweist. So sympathisierte er ganz offen mit den Nationalsozialisten und eröffnete 1938 eine Fabrik in Berlin, wo er LKWs und Kettenfahrzeuge für die Wehrmacht produzierte. Als ersten Amerikaner zeichnete ihn Adolf Hitler mit dem „Adlerschild des Deutschen Reiches“ aus.

Gleichzeitig investierte Ford jedoch seinen Reichtum auch für gesellschaftlich relevante Zwecke, im Rahmen der Ford-Stiftung, die sich nach eigener Satzung „die Verbreitung der Demokratie, die Reduzierung der Armut und die Förderung der internationalen Verständigung“ zum Ziel gesetzt hat. Kurz vor seinem Tod 1947 übergab Henry Ford die Geschäftsleitung seines Unternehmens an seinen Enkel, Henry Ford II.

Leseprobe

Vollständiger Artikel in Matrix3000 Band 92

Matrix3000 Band 92 als E-Paper-Download