02/27/2014 10:34

Erstmals galaktische Neutrinos nachgewiesen

Category: Wissen

IceCube-Observatorium in der Antarktis - Foto: Emanuel Jacobi/NSF

Forschern des IceCube-Projekts ist erstmals der Nachweis hochenergetischer Neutrinos gelungen. Insgesamt registrierte man 28 „Neutrino- Events“, bei denen man aufgrund der hohen Geschwindigkeit der Teilchen davon ausgehen muss, dass sie von außerhalb unseres Sonnensystems stammen. Mögliche Quellen könnten Pulsare, Supernovae, schwarze Löcher oder noch extremere kosmische Phänomene sein. Die extrem seltene Beobachtung extrasolarer Neutrinos kann daher wertvolle Aufschlüsse über die Natur der genannten kosmischen Objekte geben. IceCube ist das weltgrößte Neutrino- Observatorium. Es befi ndet sich auf dem Gelände der Forschungsstation Amundsen-Scott direkt am Südpol. Die eigentlichen Neutrino-Sensoren sind tief im Festlandeis der Antarktis versenkt. Zur Beobachtung von Neutrinos, die aufgrund ihrer fehlenden elektrischen Ladung und äußerst geringen Masse kaum mit anderer Materie wechselwirken, benötigt man gigantische Masseansammlungen. Die Forscher gehen daher mit ihren Observatorien in das Innere von Bergen oder – wie hier – in die Tiefen des antarktischen Eises.

Quelle: Matrix3000 Band 80

Weiterführende Infos zum Projekt IceCube und Neutrinos: Fosar/Bludorf: Der Denver- Plan.