04/28/2016 11:49

Frische Tomatensuppe für Antarktis-Wissenschaftler

Category: Wissen

Im Frühjahr 2015 ist das Gewächshaus fertig, es kann losgehen mit den frischen

Erstes Gewächshaus im ewigen Eis

Willkommen in der Dunkelheit!

Packeis, das sich knirschend durch das Wasser schiebt, beißend kalte Windböen, die über die Eisberge fegen, Temperaturen bis weit unter dem Gefrierpunkt: Solch extremen Wetterbedingungen sind nicht nur die Pinguine auf dem 62. Grad südlicher Breite ausgesetzt. Auch Wissenschaftler aus Ländern wie Chile, Russland oder China bleiben oft mehrere Monate in den Forschungsstationen des höchsten, trockensten, windigsten und kältesten Wüstenkontinents – und sehnen sich nach frischem Gemüse. Bei -40 °C in einer Region, in der so gut wie kein Niederschlag fällt, scheint ein Anbau von Tomaten jedoch geradezu aussichtslos zu sein – oder etwa nicht? Das erste Gewächshaus in der Antarktis überhaupt versorgt jetzt seit März 2015 die Besatzung der chinesischen Great-Wall-Station täglich mit Tomaten, Gurken, grünem Pfeffer, Salat und verschiedenen Kräutern.

Eine Region, in der selbst im Sommer Temperaturen von weit unter -30 °C herrschen und eisige Winde über die Ebenen fegen, ist nicht gerade für den Gemüseanbau prädestiniert. Es sei denn, man findet ein Material, dem trockener Schnee, Sturmböen von bis zu 320 km/h und geringer Lichteinfall nichts anhaben können.

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